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161

Donnerstag, 5. April 2018, 21:30

Loooool :-)

Wie war das mit den Millionen topaktueller Diesel-Modelle, die jetzt vorzeitig in die Schrottpresse gehen? An deren CO2-Bilanz wird das Elektroauto in Deutschland die nächsten 100 Jahre knabbern, bis es das aufgeholt hat :-(
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162

Montag, 16. April 2018, 20:12

Wie war das mit den Millionen topaktueller Diesel-Modelle, die jetzt vorzeitig in die Schrottpresse gehen? An deren CO2-Bilanz wird das Elektroauto in Deutschland die nächsten 100 Jahre knabbern, bis es das aufgeholt hat :-(
Ja, da hast Du wohl recht. Allerdings ist das eh eine Sauerei, denn daß NOx-Gase gefährlich sind, die Atmung massiv schädigen, vor allem von Kindern, starke Treibhausgase und für den sauren Regen verantwortlich sind und zusätzlich für die Ozonbildung am Boden sorgen, weiß man ja nicht erst seit letztem Jahr. Das ist schon seit 100 Jahren klar. Warum man da nicht schon vor 30 Jahren dagegen vorgegangen ist und erst gar keine Diesel zugelassen hat, die nitrose Gase ausspucken, verstehe wer will.
Jetzt wird der Verbraucher, der in der Regel von diesen chemischen Gesetzmäßigkeiten keine Ahnung hat, richtig vor den Kopf gestoßen, weil er in gutem Glauben ein sauberes Auto gekauft hat, daß jetzt zur Höllenmaschine stilisiert wird.
So ist es aber auch mit dem Verfeuern von Holz. Da glaubt auch jeder, der Tonnen Holz in seinem Kamin verbrennt, daß er was nachhaltiges macht, dabei ist das so richtig ...eiße. Dagegen ist der schlimmste Diesel mit ordentlich NOx und ohne Partikelfilter ein grünes Rauschen im Walde. ;(

Wir waren letztens auf einem Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag. Wenn man sich für E-Autos interessiert, wie ich, dann fällt einem erst mal auf wie krass es in einer Stadt nach Abgasen stinkt. Unverbrannter Sprit von Autos und Motorrädern und auch der feinwürzige Duft von nitrosen Gasen waberte durch den Ort. Pfui Deibel.

Es gab dort auch eine Autoschau. Ich saß in einem Toyota Auris Hybrid mit Frau und Kind. Die hintere Türe wurde geöffnet vom Mann eines älteren Ehepaars (~70?). Dabei drangen die Wortfetzen eines Verkäufers hinein, der sich mit den beiden unterhielt. Er pries den Hybrid an und meinte: "Wie sie ja bestimmt wissen, sind reine Elektoautos ja nun wirklich nix. Da kommen sie mit Glück 100km weit und vom Winter wollen wir da noch gar nicht reden; Heizung, Licht, geht alles von der Reichweite ab und dann sind sie ruckzuck nur noch 2-stellig...und aufgeladen bekommen sie die Autos ja auch nicht, oder wollen sie wirklich an der Tankstelle 12 Stunden im kalten warten, bis sie wieder ein paar km fahren können?"
Der Mann schien sichtlich beeindruckt, sagte, ja das wisse er natürlich aus der Zeitung und er wollte ja nur wissen, ob Toyota auch ein E-Auto hätte.
Da konnte ich nicht an mich halten, bin ausgestiegen, habe dem Mann gesagt, er solle sich nicht einen Bären aufbinden lassen und an den Verkäufer gewandt, fragte ich, von welchen Autos er spreche und von welchen Ladevorgängen. Er wollte sich mit einem Spruch aus der Affäre ziehen aber ich ließ nicht locker. Der ältere Mann folgte dem Gespräch und der Verkäufer konnte mir nicht bestätigen, daß ein Leaf, ein Golf, ein Tesla, ein Ioniq oder ein Ampera-e nur solch eine begrenzte Reichweite hätte. Mann, hat der sich gewunden. Ich wollte wissen, ob er das nur sagt, weil Toyota keine E-Autos anbietet. Darauf wollte er nicht antworten und meinte schon leicht genervt, warum ich mich in das Gespräch einmischen würde, er hätte ja mit den anderen Herrschaften geredet. Ich meinte, daß ich immer etwas sagen werde, wenn ich höre, daß jemand, vielleicht sogar bewußt, Fehlinfos erzählt. Da hat er mich stehen lassen ... :whistling:

Ich habe ja nun nächste Woche von Di bis Mi eine Probefahrt im neuen Nissan Leaf und von Do bis Fr eine im BMW i3; da bekommt bei der Beschleunigung von 0 auf 50 sogar Dein Auto schon mehr als nur Probleme.
Weiterhin habe ich um ein Angebot für einen e-Golf gebeten wie Du das wolltest :D aber noch keine Antwort...
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163

Montag, 16. April 2018, 22:50

Na schaun wa mal. Hatte vergangene Woche das zweifelhafte Vergnügen dienstlich in England (London/Loton) unterwegs zu sein. Ein 530 D als Leihwagen... was für eine lahme Gurke! Egal, bin zu verwöhnt. Auf jeden Fall: Durch die vielen Blitzer und Durchschnittsgeschwindigkeitsmesser könnte ich mir den kauf eines teuren, schnellen Autos glatt abgewöhnen. Da würde es echt sone Elektrogurke tun oder son Dacia. Schon allein aus Rache :D Und das Wetter ey... und die Hotels... vom Essen ganz zu schweigen. 8|
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Voltago« (17. April 2018, 07:54)


164

Samstag, 21. April 2018, 11:55

Weiterhin habe ich um ein Angebot für einen e-Golf gebeten wie Du das wolltest aber noch keine Antwort...
So, Angebot ist da.
Der von mir konfigurierte E-Golf macht Preis nach Liste: 44.435€
Der Verkäufer hat auf meine Frage nach der Benennung der Kosten von Überführung und Zulassung nicht den Preis benannt sondern nur den "Hauspreis" gesamt inkl. alles genannt. Dieser beläuft sich auf 41.750€. Davon gehen noch die 2000€ Zuschuss vom Staat ab, so daß zu zahlen wären: 39.750€
Auf Nachfrage wurde auch schon gleich mitgeteilt, daß da nicht mehr viel zu machen sei, da das Auto einen guten Absatz hat und lange Lieferzeiten. Auf Deutsch: Ob ich es bestelle oder ein anderer...die Auftragsbücher sind voll und kein Grund überzogene Rabatte zu geben.
Wenn ich also 44435 - 41750 rechne komme ich auf einen Rabatt von 2685. 2000 Euro müssen sie sowieso Rabatt geben wegen der Elektoprämie. Bleiben 684€. Dort ist allerdings dann auch schon die Überführung, sagen wir 700€ und Zulassung enthalten, sagen wir 100€ geschätzt. Somit beträgt der Rabatt auf einen Gesamtpreis von möglichen 45235€ ganze 1484€ also aufgerundet 3,3%. Rechnet man die 2000 Euro noch mit ein, die es Rabatt geben muß, dann ist man bei 7,7%. Rechnet man auch noch die 2000€ vom Staat mit ein, dann sind es 12,1%.

Mmn bietet der Golf zwar eine bessere Haptik, einen schöneren Monitor und auch 16 PS mehr als der Ioniq aber das ist mir keine 9400€ Aufpreis wert. Schließlich ist auch der Verbrauch etwas höher und die Räder drehen ständig durch was im WInter auf Schnee ein Problem sein soll, da der eGolf wohl schlechter im Schnee bergauf fährt als der normale, weil kein Gewicht auf der Vorderachse.

Allerdings habe ich heute einen Artikel in der AutoBild überflogen wo es um den neuen I.D. von VW, den sogenannten "Neo" geht. Dieser soll der Golf-Nachfolger werden als E-Auto.
Wenn das alles so stimmt was da steht, dann wird das ein super Auto. :thumbup: Dafür bekäme VW dann meinen Respekt und evtl. einen zukünftigen Käufer.
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165

Sonntag, 22. April 2018, 13:55

Ja genau, die Autobild wollte ich dir noch empfehlen. Da wäre auch das passende Modell für dich dabei. Preislich sind E-Autos eh noch Luxus-Lifestyle Produkte. Die Hersteller gehen eh davon aus, dass die Käufer alle ein Einfamilienhaus mit Solarzellen auf dem Dach besitzen. Denen würde ich auch keine großartigen Rabatte geben ;)
VW startet Ende des Jahres mal ganz Easy die Großserienproduktion - während Tesla gerade daran zu scheitern droht. Damit könnte VW Tesla sicherlich ein paar Hunderttausend der 500.000 Vorbestellungen "klauen". Schaffen sie das - und Tesla geht tatsächlich Pleite - ist auch erst mal der größte Druck aus der "Elektro-Krise" draußen. Dann geben auch alle die anderen "Newcomer" auf. Aber die Bluten ja schon jetzt. Seit sich Apple, Google und Co. auf das Automobil konzentrieren, haben sie in Sachen Handys und Betriebssysteme keinerlei echte Innovationen mehr hervorgebracht.

In der gleichen Auto Bild haben sie auch das neue BOSCH Kat System in einem Golf 2.0 TDI getestet - praktisch keinerlei Schadstoffe mehr. Der quasi einzige Punkt, an dem noch welche entstehen, ist der Kaltstart. ANsonsten kommt auch nichts selbst unter den widrigsten Umständen. Aber 2 Kats und Harnstoffeinspritzung sind sicher nicht billig... aber die Hersteller haben die Diesel-Käufer eh schon übermäßig beim Kaufpreis abgezockt. Dann dürfen sie die Preise gerne mal wieder normalisieren.
Aber von der Umwelttechnik her hat das Elektroauto gegen diesen Bosch-Diesel nicht die geringste Chance.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Voltago« (22. April 2018, 14:00)


166

Sonntag, 22. April 2018, 14:24

Aber von der Umwelttechnik her hat das Elektroauto gegen diesen Bosch-Diesel nicht die geringste Chance.
Ich stimme Dir ja bei dem ein oder anderen was Du schreibst auch mal zu aber diesen Satz kannst Du nicht ernst meinen?!
Lese Dir doch bitte diesen Thread nochmal von vorne durch; da habe ich oft genug vorgerechnet, unter den negativsten Annahmen, daß ein E-Auto nicht nur eine Chance, sondern andersherum, ein Verbrenner keine Chance gegen ein E-Auto hat sofern er nicht anfängt deutlich weniger als 2L zu verbrauchen und auch kein CO2 mehr zu produzieren. Und da spreche ich noch lange nicht von den negativen Umweltauswirkungen, die durch löchrige Pipelines oder Unfälle ala Golf von Mexico oder das Fracking oder die Verwertung der Ölsande oder, oder oder entstehen.
Nach derzeitigem Stand ist die Menschheit eh dem Tode geweiht, wenn keine 180° Wende eintritt (Ressourcenverschwendung, Müll, Überbevölkerung, Wasserverschmutzung, eigentlich alles). Trennt sie sich nicht vom herkömmlichen Verbrennungsmotor geht es halt noch ein paar Jährchen schneller. Hauptsache alle haben dabei Spaß und können mit 400PS über die AB düsen. :pinch:
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167

Sonntag, 22. April 2018, 15:39

In der Zukunft ist das E-Auto vielleicht mal Ressourcenärmer, heute jedoch nicht. Dafür muss auch erst mal die weltweite Kinderarbeit abgeschafft werden und Batterien eingeführt werden, welche 0% seltene Erden enthalten. Davon jedoch werden wir nur träumen können, am Ende sind Kinder immer billiger als die besten Roboter :wacko:
Am Ende ist für mich immer die Prio 1 mit 400 PS über die AB düsen zu können. Notfalls halt mit Strom. Hauptsache mit mächtig Schub :D Mein nächster sollte aber schon deutlich mehr haben ;)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Voltago« (22. April 2018, 15:54)


168

Sonntag, 22. April 2018, 17:29

Ach Voltago, das hatten wir doch schon; es sind KEINE SELTENEN ERDEN in den Batterien, dafür allerdings Kinderarbeit. Trinkst Du Kaffee, ißt Du Schokolade, Bananen oder Magerine, trägst Du Kleidung? Wenn ja, dann bitte unterlasse das, denn dort arbeiten sehr viel mehr Kinder als in den Kobaltminen. Natürlich hast Du recht und jedes arbeitende Kind ist eines zuviel. Dann müssen aber die Eltern mehr Geld verdienen während sie alle anderen Waren für unseren Ressourcenhunger produzieren und wir alle müssten tatsächlich steigende Preise in Kauf nehmen... Urlaub auf Malle riskieren oder ein paar gesichtslosen Kindern helfen...die Antwort kann jeder für sich selbst beantworten.

Verstehe, daß Du gerne bums haben möchtest.
Vielleicht solltest Du Dir mal die 1/8 und 1/4 Meilenrennen der Dragster mit ~1500 PS anschauen und wie ein 600PS Tesla die alle fertig macht.
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169

Sonntag, 22. April 2018, 22:24

Bisher werden noch keine Autoakkus ohne seltene Erden verkauft. Vielleicht ändert sich das ja in 50 oder 100 Jahren. Vor allem ändert sich auch ständig der Begriff "selten" und es gibt soooo viele seltene, teure Bestandteile. Und die werden auch alle für "Industrie 4.0" gebraucht. Verflixte Hühnerk... :D. Ohne E-Autos gäbe es auch weniger Kinderarbeit, vollkommen logisch. Und wenn alle auf den Bäumen wohnen würden, müssten die Kinder für die Mama Sklavenarbeit in Form von Holz schleppen leisten. Tja... dumm gelaufen. 8| :P

Päh ich schau Formel 1, das reicht. :P Der nächste wird dann wohl doch eher nen M3, den Mut für ne Hellcat bringe ich, glaube, dann doch nicht auf :whistling: Aber wer weiß, mal schaun, wie sich das E-Tron Gedöns so entwickelt. Ist ja noch bissl Zeit.
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170

Montag, 23. April 2018, 21:56

Bisher werden noch keine Autoakkus ohne seltene Erden verkauft. Vielleicht ändert sich das ja in 50 oder 100 Jahren. Vor allem ändert sich auch ständig der Begriff "selten" und es gibt soooo viele seltene, teure Bestandteile. Und die werden auch alle für "Industrie 4.0" gebraucht. Verflixte Hühnerk... :D. Ohne E-Autos gäbe es auch weniger Kinderarbeit, vollkommen logisch. Und wenn alle auf den Bäumen wohnen würden, müssten die Kinder für die Mama Sklavenarbeit in Form von Holz schleppen leisten. Tja... dumm gelaufen. 8| :P


Nur um es nochmal zu sagen und hier keine Halbinfos stehen zu lassen: In Akkus gibt es KEINE seltenen Erden. In manchem E-Motor werden die verbaut, vor allem Neodyniummagnete. Der Begriff "seltene Erden" ist feststehend, nur damit Du das nicht unwissentlich falsch verstehst. Er beschreibt eine Gruppe Elemente im Periodensystem.
https://de.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden

Diese sind schwer zu bekommen, da relativ selten auf der Welt oder aber selten in ausreichend großer, abbauwürdiger Menge vorhanden. Meist kommen sie aus China und es ist eine Umweltschweinerei an sie heranzukommen.
Was meinst Du immer mit diesen 50-100 Jahren? Hast Du mitbekommen wie sich unsere Welt allein in den letzten 10 Jahren verändert hat?

Nun denn, ich finde es toll, daß Du so ausgiebig über die ganze Geschichte hier mit mir diskutierst und ich habe auch dabei das ein oder andere gelernt.
Es ist für mich auch nach wie vor okay, wenn Du einen Verbrenner fahren möchtest. Und wenn es das nicht wäre, könnte es Dir auch egal sein. ^^
Morgen auf Übermorgen mache ich erst mal meine Testfahrt mit dem Leaf und von Do bis Fr mit dem i3.
Werde berichten...
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171

Dienstag, 24. April 2018, 08:32

Ich mache es nicht an irgendwelche Definitionen fest: Es gibt immer irgendwelche Rohstoffe, die für die Akkuproduktion knapp werden. Wichtig ist ist erst einmal, dass keine Lithium Ionen Akkus mehr verbaut werden müssen. Bei den Verbrennern ist es halt nur das Öl und auch Metalle für die blöden Hightech-CHips der überflüssigen Elektronik an Bord. E-Autos verursachen leider einen zusätzlichen Ressourcenverbrauch.
Wenn ich jetzt lese, dass du in Kalifornien selbst mit einem guten Job unter der Brücke oder im Auto schlafen musst... dann gute Nacht! Willkommen in der schönen neuen Öko-Welt mit dem ultra treurem Solar-Strom :D

Und wenn wir nun auf die Auto-Messe Shanghai schauen: Elektroautos, die Beschleunigungs & Vmax-Begrenzt sind, um den Akku zu schonen bzw. deren Akku zu wenig Kapa besitzt, auch nicht leistungsfähig genug für die Dauerleistung ist... eine Reichweite, die unter aller Sau ist. Wer bitte fährt mit konstant 60 Km/h 500 Km lang?!?! Warum geben die sowas an?!?! 8| Die oberflichen Schlagzeilen lesen sich alle super. Doch geht man in die Details, kommt nur Schrott zum Vorschein. Aber das war in China noch nie anders. Und ob sie das je schaffen? :huh:
Mal schauen, wann es los geht. Wann es diese 100.000 KW und mehr Ladestationen flächendeckend gibt, um die 100 KW Feststoffakkus in einer Minute zu laden.

Wo liegt dein Haifiisch-Teich überhaupt :P :P :P :P ? Ich wohne auch nicht direkt in der Metropole, habe aber in 20 Minuten Autoumkreis mehr als 2 Duzend VW und Audi Händler verfügbar. Und du nur einen einzigen?!
Wenn du mal 10 Händler abklapperst, die auch noch konkurrieren müssen, dann siehts mit guten Angeboten schon wieder anders aus.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Voltago« (24. April 2018, 08:37)


172

Dienstag, 24. April 2018, 22:11

Es gibt immer irgendwelche Rohstoffe, die für die Akkuproduktion knapp werden.
Ja, wahrscheinlich schon.
Wenn ich jetzt lese, dass du in Kalifornien selbst mit einem guten Job unter der Brücke oder im Auto schlafen musst... dann gute Nacht! Willkommen in der schönen neuen Öko-Welt mit dem ultra treurem Solar-Strom
Verstehe den Zusammenhang gerade nicht... Wieso soll denn Solarstrom teuer sein? Selbst in Dänemark kann unter 5 Cent / kwh produziert werden, in Mexiko für 2 Cent, alles ohne staatliche Förderung. Wenn Du AKW Strom nimmst, dann bist Du mit tatsächlichen Kosten (also das was man über Steuern bezahlen muß für Endlagersuche, Castortransporte, Forschung, etc) bei mind. 100 Cent und da sind die Kosten für ein RICHTIGES Endlager noch gar nicht drin und was das Rückbauen eines AKW's betrifft... Kohlestrom kostet auch mehr als Solar oder Wind.
Und wenn wir nun auf die Auto-Messe Shanghai schauen: Elektroautos, die Beschleunigungs & Vmax-Begrenzt sind, um den Akku zu schonen bzw. deren Akku zu wenig Kapa besitzt, auch nicht leistungsfähig genug für die Dauerleistung ist... eine Reichweite, die unter aller Sau ist. Wer bitte fährt mit konstant 60 Km/h 500 Km lang?!?! Warum geben die sowas an?!?! Die oberflichen Schlagzeilen lesen sich alle super. Doch geht man in die Details, kommt nur Schrott zum Vorschein. Aber das war in China noch nie anders. Und ob sie das je schaffen?
Mal schauen, wann es los geht. Wann es diese 100.000 KW und mehr Ladestationen flächendeckend gibt, um die 100 KW Feststoffakkus in einer Minute zu laden.
I agree :D Allerdings mußt Du dabei bedenken, daß Deutschland fast das einzige Land ist, in dem eine Vmax-Begrenzung überhaupt auffällt.
Wo liegt dein Haifiisch-Teich überhaupt ? Ich wohne auch nicht direkt in der Metropole, habe aber in 20 Minuten Autoumkreis mehr als 2 Duzend VW und Audi Händler verfügbar. Und du nur einen einzigen?!
Der Teich befindet sich im schönen Hessen, ~30km nordwestlich des Rhein-Main-Gebietes im schönen Taunus. In Frankfurt und Wiesbaden gibt es in der Tat noch VAG-Händler und es sind mir zumindest bei uns in der Nähe noch zwei weitere bekannt. Ich war beim größten, der auch noch in mehreren anderen Städten (auch WI) Niederlassungen hat und von Skoda über Seat zu Audi fast alle Marken von VAG führt. Dieser ist auch für mich der am besten erreichbare, dort hatte ich meine Testfahrt und von dem ist das Angebot. Sei mir nicht böse aber dafür, daß ich mir gar kein Angebot eingeholt hätte und das an sich nur als Diskussionsbasis mit Dir gemacht habe, werde ich jetzt nicht noch zu den anderen Händlern rennen. Ein bißchen möchte ich mich auch noch um meinen Zwerg und meine Frau kümmern :thumbsup:
Wenn du mal 10 Händler abklapperst, die auch noch konkurrieren müssen, dann siehts mit guten Angeboten schon wieder anders aus.
Da hast Du natürlich klar recht und würde ich auch machen, wenn ich denn einen haben wollte. Jetzt mache ich das Spiel erst für den "Neo", wenn der denn das halten sollte, was er verspricht.

Heute habe ich den gar nicht so schlechten Leaf...
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173

Dienstag, 24. April 2018, 22:29

In dem Artikel (Handelsblatt? WAMS? FAS?) ging es um die unglaublich hohen Umweltauflagen fürs Bauen und von Solaranlagen und Häusern usw. Die lassen die Preis stark steigen, speziell die Mieten.

Ja warst schlecht vorbereitet. 3 Angebote müssen es schon sein, nicht immer hat der größte Händler die besten Angebote ;)
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174

Donnerstag, 26. April 2018, 12:55



Selbst in Dänemark kann unter 5 Cent / kwh produziert werden, in Mexiko für 2 Cent, alles ohne staatliche Förderung. Wenn Du AKW Strom nimmst, dann bist Du mit tatsächlichen Kosten (also das was man über Steuern bezahlen muß für Endlagersuche, Castortransporte, Forschung, etc) bei mind. 100 Cent und da sind die Kosten für ein RICHTIGES Endlager noch gar nicht drin und was das Rückbauen eines AKW's betrifft... Kohlestrom kostet auch mehr als Solar oder Wind.


Wo kommen die Zahlen denn her. Da würde ich fast mal sagen, traue keinen Zahlen, die du nicht selbst gefälscht hast.
Da ich selbst ein bisschen Interesse in Stromgestehungskosten habe, fallen mir auch hin und wieder ein paar Studien in die Hände, so wie diese hier:

klick

100 cent/kWh für Nuklearstrom ist völliger Schwachsinn (sorry). Hier sind beispielsweise von 3,6 - 8,4 cent die Rede und Jaaaa...
A fuel price of € 7 per MWh was calculated, including mining, enrichment, conditioning(front-end of nuclear fuel cycle), as well as spent fuel removal, disposal and storage (back-end of nuclear fuel cycle).
Sprich, die Kosten für den Brennstoff Uran liegen inkl aller Kosten bei 0,7cent/kWh - Der Großteil der Stromkosten vom AKW wird durch den Betrieb verursacht, in einem normalen AKW sind z.B. gerne mal 3.000-5.000 Menschen beschäftigt. Die Energierücklaufzeit ist beim AKW übrigens auch besser als bei jedem anderen Kraftwerk, verglichen mit einer PV Dachinstallation in Süddeutschland etwa um den Faktor 40. Wobei, das nur am Rande... Generell halte ich es nicht für sinnvoll von einer Energierücklaufzeit zu sprechen, solange Brennstoffe für den Betrieb notwendig sind.
Nunja und die anderen Zahlen kannst ja auch mal näher betrachten. Ältere Studien, z.B. vom Fraunhofer 2013 kommen übrigens auf ähnliche Werte.
Peugeot 208 GTi


175

Donnerstag, 26. April 2018, 21:04

Der Haifisch ist ein hoffnungsloser Fall - genauso wie die Apple jünger. Dann habe ich mir auch mal nen Apple zugelegt und was ist? Bäääh... naja... auch nicht anders. Hmmpf. Wozu die ganze Aufregung :D
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176

Donnerstag, 26. April 2018, 22:30

Wo kommen die Zahlen denn her. Da würde ich fast mal sagen, traue keinen Zahlen, die du nicht selbst gefälscht hast.
Da ich selbst ein bisschen Interesse in Stromgestehungskosten habe, fallen mir auch hin und wieder ein paar Studien in die Hände, so wie diese hier:
Diese Infos stehen überall; z.B. hier: https://www.euwid-energie.de/solarstrom-…immer-billiger/
Der Laie staunt und der Experte wundert sich :)
Das sind die Kosten für den Strom; was die einzelnen Länder noch an Steuer und anderen Abgaben erheben, weiß ich natürlich nicht.
Selbst in Deiner Tabelle wird ein Minimumpreis von unter 4 Cent für Photovoltaik angegeben. Ist das dann auch gefälscht? Ich sehe jetzt keinen großen Unterschied zu dem was ich geschrieben habe oder in den Artikeln steht. Oder?
100 cent/kWh für Nuklearstrom ist völliger Schwachsinn (sorry). Hier sind beispielsweise von 3,6 - 8,4 cent die Rede und Jaaaa...
Kein Thema, kein Sorry nötig, es ist auch kein Schwachsinn. Die Stromgestehungskosten für AKW liegen tatsächlich in dem Rahmen aber wie ich unten ja geschrieben habe, sind das bei weitem nicht die tatsächlichen Kosten. Die komplette Forschung für AKW, die im Bund seit den 50er Jahren betrieben wird, wird voll durch Steuergelder finanziert. Sämtliche Castortransporte inkl. Polizeiaufgebot zahlt der Steuerzahler, ebenso die Kosten für die Lagerung des Mülls, die Suche nach einem Endlager, die Kosten für die Strahlenbeseitigung und, und, und. Da kamen im Lauf der Jahre 100te Milliarden zusammen, die nie auf der Abrechnung des Stromkunden erschienen sind. Die Stromhersteller haben sämtliche Kosten an den Staat externalisiert und streichen nur die Gewinne ein. Wer bezahlt den Rückbau der AKW? Da mußten laut Gesetz die Stromhersteller tatsächlich Rücklagen bilden. Ca. 38 Milliarden Euro haben sie dafür bisher zurückstellt aber es wird sehr heiß diskutiert, ob das reicht. Experten rechnen mit einem mehr als Vielfachen dieser Summe, die dann wieder vom Staat bezahlt werden müsste...da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen aber die Atomkraft hat NUR gekostet...und von wegen CO2 neutral. Das ist auch ein Märchen.
Übrigens wird Uran auch nicht ewig reichen...es sei denn man wagt sich doch noch an die Schnellen Brüter heran.

Der Haifisch ist ein hoffnungsloser Fall - genauso wie die Apple jünger. Dann habe ich mir auch mal nen Apple zugelegt und was ist? Bäääh... naja... auch nicht anders. Hmmpf. Wozu die ganze Aufregung
:D Nun, nach all dem kann ich mich auch fragen, wer der hoffnungslose Fall ist.
Ich entkräfte einen Einwand nach dem anderen...aber was bleibt: Ein komisches Gefühl und daß einfach nicht sein kann was nicht sein darf, nämlich daß wir einfach nicht so weitermachen können und Öl verbrennen bis ins Jahr 3000. Sicher mag auch nicht alles zu 100% richtig sein was ich berichte oder lese aber der Trend wird immer besser.
Trotz der langen Wartezeiten und der schlechten Verfügbarkeit, sind im März erneut die Zahlen der zugelassenen E-Autos auf einen neuen Rekordwert gestiegen.
Die Zahl der Wasserstofftankstellen in Deutschland ist von 20 auf 45 gestiegen. Entsprechende Autos gibt es auch von Honda, Hyundai und Toyota.
Schiffe werden zunehmend mit Brennstoffzellen ausgestattet, um das Bordnetz im Hafen betreiben zu können. (Meine Frau hilft chemisch bei der Produktion der Membrane für die Fuel Cells in ihrer Firma)
Allein bei uns im Industriepark fuhr Ende letzten Jahres der erste und jetzt der zweite Wasserstoffbus.
Es ist wie mit dem Smartphone. Erst hatte es einer, dann 10, dann 1000 und dann Millionen.
Das Umdenken hat begonnen. Hoffen wir, daß es nicht zu spät ist. (Ich denke, es ist zu spät, denn es gibt noch zu viele Leute wie Voltago :P )
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177

Donnerstag, 26. April 2018, 23:01

Also ich behalte die Tankstelle um die Ecke hier in Schwieberdingen und meinen Tiefgaragenstellplatz im Auge. Sobald die fette Ladeeinrichtungen haben gehts los :D
Dafür dass ich mit Haifisch aus Entenhausen schreibe müsste ich eine Trillion Euro verlangen, damit ist Elektromobilität tatsächlich unbezahlbar teuer, allein die Forschungsausgaben für meinen Spruch sprengen jeden Kostenrahmen! Also was solls hehe ^^
Wann das Öl nun wirklich endet weiß auch niemand. Alle können nur raten.
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178

Freitag, 27. April 2018, 08:25

Der Laie staunt und der Experte wundert sich überhaupt nicht :P
Völlig klar, wir reden total aneinander vorbei – Während ich über Stromgestehungskosten philosophiere, redest du vom Marktwert des Photovoltaikstroms. Jetzt fragt sich der Laie, wo ist der Unterschied? Ganz einfach: Jeder, der so wie ich auch, Ökostrom aus dem Netz bezieht, hat schon mal ein Preis für seinen Strom bezahlt, der unter den Gestehungskosten liegt. So wie jeder Aldi Kunde schon mal Milch zu einem Preis gekauft hat, der unter den Herstellungskosten ist. Gut, woher weiß der Cachaca, dass die 5,38 cent unwirtschaftlich sind? Das weiß ich natürlich nicht, aber kucken wir uns die Fakten an: Das Wetter in Dänemark ist weder besonders warm, noch besonders konstant. Dass man in so einem Land günstiger Solarstrom anbieten kann als z.B in Spanien ist völliger Käse. Trotzdem passiert es - und warum wird schnell klar, wenn man sich die geographische Lage von Dänemark anschaut. Stromabnehmer drumrum sind im wesentlichen Deutschland. Wenn jetzt in Dänemark ein schöner Tag ist, muss der Strom verkauft und im Falle Dänemarks auch verbraucht werden – Pumpspeicher Kraftwerke sind mir nicht bekannt an der Nord- und Ostsee – Ich glaube, wenn es in Dänemark schönes Wetter hat, ist es auch in Deutschland schön und ich glaube wir haben dann selbst ein ordentlicher Überschuss an Solarstrom, also warum sollten wir den Strom von Dänemark importieren. Dänemark bleibt nur eins übrig: Strom billig zu verschleudern.

Punkt2: Das stimmt - in dieser Studie (nicht meiner Tabelle) ist ersichtlich, dass PV Strom für 3,5cent hergestellt werden kann. Ich hab auch nur gesagt: kuck diese Werte mal genauer an – Is wohl nicht passiert, aber kein Problem… Deine Aussage war u.A., dass PV-Strom günstiger als Kohlestrom und Windkraft sei. Wenn wir uns an den unteren Werte der Studie aufhalten (warum auch immer? Ich bin eher so ein Mittelwert Typ) wird ersichtlich, dass man sowohl Kohlestrom, als auch Windkraft für 2,9cent und damit 0,5cent günstiger als PV-Strom produzieren kann. Worauf ich allerdings überhaupt nicht hinaus wollte. Mit dem Hinweis, kuck dir mal diese Studie an, wollte ich dir eigentlich zeigen, dass Stromgestehungskosten eine Range haben und Pauschalaussagen hierzu, wie X-Strom ist günstiger als Y-Strom völliger Käse sind.

Punkt3: Ich hab sehr wohl gelesen, was du geschrieben hast. Du solltest aber auch die Studie oder zumindest das Zitat, was ich angeführt habe, lesen. In den 0,7cent/kWh sind alle Kosten enthalten – Alle. Angefangen vom Uranpreis und dessen Anreicherung, über den Castortransport bis hin zur Endlagerung. Jetzt staunt der Laie: ein Castortransport kostet wieviel? 20-30 Mil. Euro? Das soll enthalten sein???…kommt gleich! Der Rückbau, 38 Mrd Euro was die EVUs bezahlen. Ja, interessiert uns erst mal nicht - aber nehmen wir mal an der Steuerzahler müsse so viele Mrd Euros für den Atomstrom bezahlen, oder sogar mehr. Wir hatten glaub ich mal 17 AKWs in Deutschland. (Die genaue Zahl kenne ich nicht, ich weiß auch nicht ob damit einzelne Reaktoren oder ganze Kraftwerke gemeint sind, deshalb lass uns übertreiben).
Wir sagen der Rückbau eines einzelnen Reaktors kostet 5 Mrd. Euro. Der hat, sagen wir, eine Anschlussleistung von 1GW (= 1.000.000 kW), der hat uns ca. 30 Jahre mit günstigem Strom versorgt und hat einen Auslastungsfaktor von 0,8. Wir rechnen also: 5Mrd geteilt durch (1GW * 8760h * 30 * 0,8 ). Raus kommt 0,02378 Euro - rund 2,4 cent. Also die Bombenrechnung von 5 Mrd. Euro hat den Strompreis der produzierten Energie um 2,4cent angehoben.
Ja, du hast recht, die AKWs haben schon immer viel Geld verschluckt – Man vergisst aber auch leicht, welche Unmengen an Energie aus diesen Dingern rauskommt.
Du kannst ja mal rückwärts rechnen, welche Kosten in den letzten 50 Jahren hätten auflaufen müssen, um auf einen Strompreis von 100cent/kWh zu kommen. Nochmal Sorry, 100
Cent sind Schwachsinn.

Auf Forschungskosten bin ich jetzt bewusst nicht eingegangen. Das lässt mein Gewissen als Akademiker nicht zu. Zum einen, gehen die Kosten im Rauschen unter, dann wird durch öffentliche Gelder, an Universitäten z.B. geforscht, aber auch an privaten Instituten. Das wichtigste ist aber: Forschung gibt’s in jedem Bereich, es kostet immer Geld, aber es generiert immer Wissen was wir an die nächste Generation weitergeben können. Wer das als Verschwendung ansieht oder die Kosten auf irgendwelche anderen Kosten umlegen möchte, sollte aus meiner Sicht… Ich sags lieber nicht. Nene, geforscht wird viel zu wenig, insbesondere beim Thema Kernenergie hat man viel zu wenig geforscht. Man hat Kraftwerke errichtet ohne zu verstehen, was man da eigentlich baut.
Die ganzen Katastrophen wären nicht passiert, hätte man 30 Jahre länger geforscht. Denn hätte man das getan, gäbe es heute 2 Szenarien:

Szenario 1:
Man hätte festgestellt, dass diese Art der Energie nicht kontrollierbar ist und hätte kein AKW errichtet – Gut, dann wären einige Bildungsverächter gekommen und hätten gesagt: Jetzt hat man 30 Jahre umsonst geforscht und alles hat der Steuerzahler geblecht.

Szenario 2:
und da kommt dein Brutreaktor ins Spiel… Man hätte festgestellt, dass wenn man verschiedene Reaktortypen geographisch bündelt, so gut wie keine radioaktiven Abfälle entstehen. Und Risiken zur Kernschmelze bei exakt 0 liegen können, wenn man die „richtigen“ Reaktortypen und deren Aufstellungsort mit Verstand auswählt.

Beide Szenarien haben wir mangels Bildung verpasst und heute muss man quasi AKW-Gegner sein – bin ich übrigens auch. Ich hoffe, dass bald alle AKWs abgeschaltet sind und auf jeden Fall hoffe ich, dass keine schnellen Brüter mehr errichtet werden. Sie wären ein Segen in Szenario 2, aber heutzutage solche Kraftwerke irgendwo errichten wäre eine Katastrophe. Denn was die erbrüten, ist waffenfähiges Plutonium. Der Mist muss also ganz schnell weg von unserer Erde – tutto completto !!
Peugeot 208 GTi


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Voltago

179

Freitag, 27. April 2018, 19:38

Während ich über Stromgestehungskosten philosophiere, redest du vom Marktwert des Photovoltaikstroms.
Nein, tue ich nicht
Dass man in so einem Land günstiger Solarstrom anbieten kann als z.B in Spanien ist völliger Käse.
Habe ich nie gesagt, ich habe geschrieben, daß es in Mexiko auch für 2,x Cent geht, also noch günstiger als in Dänemark, wo wie Du richtig geschrieben hast, das Wetter nicht ganz so super ist wie in südlicheren Breitengraden. Lese nur als ein Beispiel mal diesen Artikel aus 2016 https://www.pv-magazine.de/2016/11/03/so…tstunde-mglich/
Dort werden die Errichtungskosten vs Betreiberkosten vs Rendite pro kWh genannt. Keine Verkaufspreise. Die liegen nämlich in Deutschland nicht bei 5 Cent sondern eher bei -5Cent. Schaue Dir die Preisentwicklung an der Leipziger Strombörse an sonnigen oder windigen (oder beides) Tagen an. Deutschland muß dann seinen Strom verschenken oder regelt die EE komplett herunter. Das bedingt, daß der Anlagenbetreiber aufgrund unseres "tollen" EEG trotzdem sein Geld verdient, auch wenn er nix liefert und das Geld holt sich der Staat vom Verbraucher über die Umlage.
Kohlestrom kostet auch mehr als Solar oder Wind.
Das oben habe ich geschrieben, nicht wie Du meinst, daß ich geschrieben hätte, Solar wäre günstiger als Wind; das würde ich nämlich nicht behaupten. Laut Deiner Tabelle kostet Kohle genau soviel wie Wind. Okay, ich habe nicht alles gelesen was in dem Artikel steht, weil ich abends keine ellenlangen Englischtexte mehr lesen möchte. Sorry, mein Fehler. Ich gehe aber immer noch davon aus, daß zu den Kosten für Kohle z.B. noch der Kohlepfennig gerechnet werden muß. Ich glaube ehrlich nicht, daß dieser dort bei den 2,9Cent eingerechnet ist. Ich gebe Dir recht zu Atom und zu Kohle, daß die Kraftwerke lange Zeit liefern aber eben auch die 0,7 Cent Rechnung in der ALLES enthalten sein soll zu Atomstrom ist Käse, wenn ich Deinen Terminus verwenden darf :D
Du hast vollkommen recht, ich habe meine 100Cent "erfunden", weil ich nicht ewig rumgoogeln wollte. Tatsache ist, daß ich mal gelesen habe, daß alles sehr viel teurer ist. Jetzt habe ich dann doch mal im Netz geschaut. Erst mal für Deine Rechnung spricht, daß Du eher von 10GW als von 1GW ausgehen kannst. Die "Nebenkosten" der Atomkraft sind aber dafür viel größer als von Dir angesetzt.
Ich verstehe Deinen Ansatz, die Forschungskosten da rauszurechnen. Auch ich bin Forscher, arbeite in der chemischen Forschung und Entwicklung und habe tagtäglich das Problem, daß meine Firma, genau wie die beiden Firmen, bei denen ich vorher beschäftigt war, nur auf's Geld guckt und das Forschungsbudget immer weiter runterschraubt. Ja, Forschung generiert Wissen aber dennoch kostet es Geld. Geld, das irgendwo erwirtschaftet werden muß/mußte. Geld. das dann weg ist. Man bekommt dafür viel bedrucktes Papier und viel Wissen, klar! ABER: Diese Kosten hätten auf den Strompreis gerechnet werden können und dann hätte sich die Atomkraft VON BEGINN AN nicht gerechnet. Es wurde eine gewaltige Anschubfinanzierung geleistet. Der niedrigst geschätzte Wert beläuft sich für Deutschland auf 192 Mrd und der höchste auf ~360 Mrd. für die Subventionierung. Da sind aber immer noch keine Folgekosten dabei...
Schau mal diesen interessanten Link zu einer Schweizer Seite an: https://www.energiestiftung.ch/files/dow…mvollkosten.pdf

Dort werden mehrere Szenarien geschildert was Atomstrom wirklich kostet. Schön ist auch, daß es keine Versicherung für Schäden wie in Fokushima oder Tschernobyl gibt. Gäbe es sie, kämen nochmal ~30Cent auf die kWh oben drauf. Im Übrigen habe ich jetzt extra keine Seite von Greenpeace oder ähnlichem geschickt, denn dann wird es eh nicht geglaubt. Es geht ja an sich nicht um Glauben sondern um Fakten. Es gibt ja auch genug Seiten im Netz, die von Kraftwerksbetreibern oder nahen Stiftungen sind, die zu einem ähnlichen Ergebnis kommen wie Dein Artikel und sagen, daß Atom und Kohle einfach billig ist und von großem Nutzen.
Nun ja...
Allerdings freue ich mich, daß wir beide einer Meinung sind, wenn es um Plutonium, die Atomkraft an sich und Ökostrom geht.
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Altes Auto: 208 115PS DIesel (nie wieder ein Verbrenner!)

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Freitag, 27. April 2018, 19:40

Das dritte Zitat von Cachaca ist von mir. Da ist mir ein Fehler unterlaufen.
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