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581

Samstag, 26. September 2020, 14:42

Von deinem Autostrom hatte ich ein paar Seiten zuvor auch schon berichtet. Den gibts bei mir auch. Solange der Staat seine Subventionen weiter aufrecht hält. Laden kann ich trotzdem nicht.

Und zu deiner 5.000 € Mrd Steuer-Science Fiction: Ja klar, wenn wir unseren Strom selbst produzieren und kein Öl mehr kaufen? Was passiert dann mit den Erdölfördernden Ländern? Weltfrieden für alle?
Klar: Entweder bekommen wir Milliarden Flüchtlingen wegen des Klimawandels oder weil rücksichtslose grüne Ökoterroristen ihnen die Existensgrundlage wegreißen...

Es nützt nichts wenn man mit dem Kopf durch die Wand möchte. Wir sehen es bei Corona: Die Deutschen mögen die Einschränkungen noch halbwegs akzeptieren. Franzosen und Spanier tun es nicht, so wie auch der Rest der Welt, daher exkaliert die Lage immer mehr. Deutschland kann die Welt nicht retten.

Wir müssen es alen Vormachen und vor allem müssen die Bürger voller Liebe und Inbrunst den Maßnahmen folge leisten und ein paradisisches Leben führen. Wer sollte uns sonst folgen... also? Wie ist unser Corona Leben nun?

Und was wird aus den Keffeebauern wenn kaum mehr Kaffee gekauft wird? Sollen sie Batterien zusammen schrauben?

Wenn wir voll auf Öko gehen - ok! Aber dann brauchen wir auch das Quasi bedingungslose Grundeinkommen. Allerdings nicht für uns - nein!! Wir müssen bis zum Tode ohne Rente buckeln, damit die Armen Länder von uns das Grundeinkommen erhalten! Ist doch jetzt schon z.B. in Polen so. Deutschland will CO2 einsparen und seine eigene Deindustrialisierung vorantreiben, also bezahlen wir den Polen Milliarden, damit sie einverstanden sind und übereignen ihnen als Bonus noch die Jobs der nun arbeitslos werdenden deutschen Familien. Bravo :D

Oder die Chinsen. Sagen sie wollen bis 2060 klimaneutral werden und geben bis 2030 erst mal Vollgas! WTF!!!!!
Die bauen jedes Jahr mehr Kohlekraftwerke als ganz Amerka besitzt!

Klimapolitik ist für die Chinesen nur Machtpolitik: Sie reduzieren CO2 nur dann, wenn die Amis ihre Zölle senken. Wenn China reduziert, muss die Welt ihre Firmen an die Chinesen übereignen! D

Nur wir Deutschen als einzige Nation der Welt zustören unsere Industrie aus freien Stücken ohne jede Gegenleistung.

DAS macht mich traurig. ;( ;( ;( ;( ;( ;( ;(
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Seit 06.12.2016 mein Endorphinspender: BMW M140i Xdrive 5-Türer (01.03.19: 43.200 Km)

582

Samstag, 26. September 2020, 16:56

Autostrom ist NICHT subventioniert!!!

Seit 30 Jahren höre ich alle 5 Jahre, wie Deutschland seine Industrie zerstört.
In den frühen 80ern war es VW, die das Ende Deutschlands gesehen haben, weil der Sprit bleifrei werden sollte.
In den späten 80ern war es wieder VW, die das Ende Deutschlands gesehen haben, weil ein Kat eingebaut werden sollte. Andere hatten schon längst einen verbaut, da hat VW sich immer noch geweigert und gesagt, sie bekommen es auch ohne hin (kommt mir von irgendwo bekannt vor).
Anfang der 2000er war es schon wieder / immer noch VW, die das Ende gesehen haben, weil man einen Partikelfilter einbauen sollte und haben gesagt, sie bekommen es auch ohne hin.
Dann das gleiche mit NOx, mit CO2...und, und, und.
Im gleichen Zeitraum ist der Absatz immer weiter gestiegen, ähnlich die Gewinne.

Wo war denn nun das Ende der deutschen Industrie?
Gleiches gilt für die Chemie und andere Industriezweige.
Klar, wir verhütten kein Alu mehr aber dafür haben wir jetzt andere Industrien. Z.B. Windkraft und Solar...ach nein, die wurde vernichtet...durch die bösen Chinesen? Nein, durch die deutsche Politik.

Industrie ist im Wandel. Wenn ich immer nur Videorekorder baue, weil die Technik ausgereift und billig ist, dann werde ich unter gehen. So einfach ist das. Wenn die Deutschen nicht bald wieder loslegen und Hightech machen, dann geht hier tatsächlich irgendwann das Licht aus und Hightech geht nun mal mit irgendwelchen Sachen, die mit Strom funktionieren und digital sind oder zumindest nachhaltig. Das ist ein Megamarkt.


Die 5000 Mrd. kannst Du nachlesen auf den Seiten der Weltbank und Weltwirtschaftsinstituten. Die sind ja hoffentlich befreit davon, daß Du glauben könntest, die wären öko.
Das ist also keine Utopie :)


Außerdem könnte die Zeit kommen, da brauchen wir keine Arbeitsplätze sondern frisches Wasser und Nahrungsmittel, wenn wir ungebremst so weitermachen wie bisher.


Du hast recht, daß China wegen der Coronakrise, um die Wirtschaft kurzfristig in Schwung zu bringen, wieder verstärkt Kohlekraftwerke in Bau bringt. Aber es gibt weltweit eigentlich ganz gute Nachrichten:


Weltweit Kohlekraftwerke nur zu 51 Prozent ausgelastet
Die Kraftwerke neigen immer stärker dazu, nicht ausgelastet zu sein. Im Schnitt laufen alle Kohlekraftwerke weltweit nur 51 Prozent der Zeit. Dadurch rechnen sie sich immer weniger, was am deutlichsten in den USA zu sehen ist, wo Kraftwerksbetreiber ihre Anlagen scharenweise abschalten und viel obendrein gleich Insolvenz anmelden. Mit 16.500 Megawatt entfielen fast 50 Prozent der Kraftwerksschließungen auf die USA, während dort die Kohleverstromung um 16 Prozent sank (weltweit waren es drei Prozent). In der EU ist die Kohleverstromung 2019 um 24 Prozent gesunken - der Grund lag hier in höheren CO2-Preisen im Emissionshandel.
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583

Samstag, 26. September 2020, 22:32

Doch der Autostrom wird subventioniert, der Staat fördert den Ausbau der Infrastruktur, nur dadurch wird der Rabatt möglich und auch nur temporär für den "Hochlauf E-Mobilität". Es sind Locktarife, mehr nicht. Wobei hier bei mir in Schwiebi von ENBW keine 2 Stunden Unterbrechung erwähnt wird. Wobei natürlich Strom, den man nicht garantieren muss, natürlich billiger ist.

Naja, jetzt herrschen schon ganz andere, sehr industriefeindliche Töne. Und E-Autos als Fortschritt zu bezeichnen ist eh der Witz des Jahrtausends.

Die 5.000 Mrd. stimmen schon, würde man die jedoch abschaffen, hätten wir damit den 3. Welttkrieg vor der Tür. Um Öl wird nicht nur Krieg geführt, Öl sichert auch Frieden, das darf man nicht vergessen.

Und die vegrisst schon wieder: Bloß weil man den Wandel verschlafen hat, heißt das nicht, dass man den Bürgern nun den Boden unter den Füßen wegzieht.
Die I.D.3.-Produktion in Zwickau funktioniert fast ohne Personal, VW kann ohne Verbrenner locker 500.000 Mitarbeiter rausschmeißen.

Mit dem Mangel ist das wie mit Corona: Ist die Not erst richtig groß, dann raufen sich auch alle zusammen. Das ist ja auch Chinas Leitlinie: Sie planen, das CO2 mit Technologie, die man jetzt noch nicht kennt, zu reduzieren. Auch hier: Forschung & Wirtschaft als Kriegsinstrument gegen "den Westen".

DIe Kohlezahlen waren aus dem Jahr 2019, da war von Corona noch keine Rede.

Und in Deutschland ist das halt so: Wenn die Grünen mit dem Kopf durch die Wand wollen, bekommen sie am Ende Kompromisse, die niemandem nutzen. Aber daran tragen wir als Wähler ja die Hauptschuld...
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584

Samstag, 26. September 2020, 23:44

Voltago, wo hast Du das her, daß Autostrom subventioniert wird? Ich kann da absolut nichts im Netz finden.
Ich habe mal einen Auszug kopiert, der erklärt was Autostrom ist:


Was ist Autostrom?


Hinter dem Begriff Autostrom verbirgt sich die Elektrizität, die über besondere Tarife sowie speziell konzipierte Ladestationen ausschließlich für Fahrzeuge genutzt wird. Prinzipiell handelt es sich hierbei um ganz normale Nachtstromtarife, die von günstigeren Konditionen als normaler Haushaltsstrom profitieren.


Das ist wie mit meinem Wärmepumpenstrom. Der ist auch abschaltbar durch den Versorger und ähnlich wie ein Nachtstromtarif. Da gibt es auch keine Förderung.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Haifisch« (26. September 2020, 23:59)


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585

Samstag, 26. September 2020, 23:58

Die 5.000 Mrd. stimmen schon, würde man die jedoch abschaffen, hätten wir damit den 3. Welttkrieg vor der Tür. Um Öl wird nicht nur Krieg geführt, Öl sichert auch Frieden, das darf man nicht vergessen.
Wow, das habe ich noch nie gehört. Öl sichert Frieden. Das lasse ich mir mal auf der Zunge zergehen.
Kannst Du erklären wie Du darauf kommst?
Übrigens, welche Gewinne in den Öl-exportierenden-Ländern? Die müssen schon seit Jahren Kredite aufnehmen, weil sie ihre Staatsfinanzen schon länger nicht mehr über die Öleinnahmen regeln können. Russland, Arabien ächzen unter den niedrigen Ölpreisen und vor allem Arabien investiert kräftig in ein Zeitalter nach dem Öl. In den USA gehen die Fracking-Firmen pleite. Ich sehe keinen Krieg, wenn keiner mehr Öl kauft, ich sehe da eher Frieden, weil die meisten Kriege oder Zumindest Streitereien und politischen Verwerfungen wegen Öl geführt wurden in den letzten 40 Jahren.
Aber klar, wenn die Einnahmen wegbrechen magst Du recht haben, daß die Leute ihr heil in der Flucht ins Ausland suchen. Oder sie arbeiten in den neuen Industriezweigen, die gekommen sind, weil man darein investiert hat (Saudis).
Wenn wir aber Öl verbrauchen wie eh und je, wird der Tag kommen, an dem die Förderung weniger wird...und dann kann es tatsächlich zum 3. Weltkrieg kommen.
Also besser schon vorher weg von der Suppe.

Ich gebe Dir in dem Punkt recht, daß jetzt alles sehr schnell gehen kann (gehen muß). Da bleiben einige auf der Strecke. Das hätte nicht sein müssen.
Aber nochmal: Auch in anderen Bereichen wird Personal abgebaut. Es wird nur nicht so in den Medien hochgepuscht wie bei der heiligen Autoindustrie.
Was auch nie im Fernsehen kommt: Wenn ein Unternehmen tausende Mitarbeiter einstellt.
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586

Sonntag, 27. September 2020, 09:09

Also besser schon vorher weg von der Suppe.
Witzig... Als würde das noch einer von uns erleben, dass wir von der Suppe weg kommen.
Bei der Bahn befinden sich nur auf 60% der Gleise Oberleitungen was dazu führt, dass über die Hälfte der Triebwägen mit Diesel betrieben werden. Zu Flugzeugen muss ich wohl nix sagen. Meine Nachbarn werden ihre Ölheizung noch ewig betreiben. Und die Kreuzfahrtschiffe wird man sicherlich auch nicht so schnell ausmustern... Vor allem die nagelneuen Oasis Schiffe in der Karibik, wo sich jeder Dampfer mal eben 400.000 Liter Schweröl täglich rein zieht.
Du glaubst, wir kaufen uns ein paar Elektrowägelchen und kommen dann bald von der Suppe weg??? Nene, ich sag dir wann wir von der Suppe weg kommen... Wenn keine Suppe mehr da ist - Genau dann wenn der letzte Tropfen ausgelöffelt und zu CO2 verarbeitet wurde, dann sind wir weg von der Suppe.
Und wenn wir in Deutschland alle ein Elektroauto haben, ist zwar der Löffel ein paar Prozentpunkte kleiner... Trotzdem wird fleißig weiter gelöffelt.
Peugeot 208 GTi


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Haifisch

587

Sonntag, 27. September 2020, 09:45

Der Autostrom ist ein Gesamtpaket, die Förderung wird dort nicht beworben, wie überhaupt gar keine Werbung dafür gemacht wird. Ein kleines Lockmittel für Insider. Nicht mal die Säulenbesitzer bei mir im Haus wussten davon. Die haben die auch nur gebaut, falls sie die Wohnung mal in ein paar Jahrzehnten Verkaufen... Der Autostrom der ENBW ist erst mal auf 2 Jahre begrenzt. Wie ist das bei dir?

Jup da besteht ein allgemeines Problem mit den Haifischen dieser Welt. Sie denken sehr klein und sehr egositisch. Wenn ich alles gut mache (wie andere in meiner Glaubensrichtung denken, dass es gut ist), dann wird auch alles gut. Wenn Deutschland keine Verbrenner mehr fährt, hört Putin doch nicht auf Öl und Gas zu fördern.

Das Gas hat Deutschland und Russland immer an der Gesprächsleine gehalten. Egal wie schlimm die Krise war, das Gas kam immer nach Deutschland. Wenn das wegfällt, fallen auch alle Gesprächskanäle. So ist das auch mit dem nahen Osten. Durch das Öl hat der Westen als Kunde immer noch einen gewissen Einfluss dort. Aber du siehst ja, kaum ist Trump Selbstversorger und zieht sich zurück, herrscht der Terror dort. Nur das Öl hält die Machthaben am Reden. Strom hat jeder Saat mehr als genug - im Gegensatz zu Deutschland sogar zu jeder Tageszeit. Strom taugt nicht als Ersatz. Wie will man dort im Gespräch bleiben, wenn man den Menschen dort nichts mehr zu bieten hat. Unsere Welt wird dadurch nicht sicherer.

Und ja, Deuschland ist immer noch ein Industrieland und es braucht auch JAHRZEHNTE um diese Industrie zu verjagen. Und es wird stets erfolgreicher, der Industrieanteil in Deutschland wird immer geringer, obwohl er es war und noch immer ist, der uns so gut durch die Krisen kommen lässt. Ja durch alle Krisen. Und die Firmen, die Mitarbeiter in Deutschland entlassen, haben deshalb ja nicht weniger Mitarbeiter. Es sind nur weniger in Deutschland. Andere Länder freuen sich über diese Jobs. Viele wollten schon lange entlassen, haben aber schlechte PR gefürchtet, nun kann man durch Corona schnell durchziehen.

Dieser politisch gewollte Wandel überrollt die Konzerne nun. Die reagieren mit Entlassungen. Aber auch dass konnte die Politik voraussehen. Was für eine menschenverachtende Politik ist das also?!
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588

Sonntag, 4. Oktober 2020, 19:46

Wirtschaft ist immer im Wandel und es gibt immer in einer Branche Entlassungen während eine andere einstellt.
Seit den frühen 90er Jahren wird die Sau des stetigen Stellenabbaus in Deutschland mit Verlagerung dieser in andere Länder durchs Dorf getrieben.
Wir haben nun so viele sozialversicherungspflichtige Jobs wie nie und der Boom wurde durch den sinnbefreiten Lockdown beendet und vielleicht sogar ins negative verkehrt. Natürlich gab es vorher auch schon "angebliche" Anzeichen für eine Abkühlung des Booms aber diese Vorzeichen gab es 2013, 2015, 2017 und schließlich 2019. Passiert war da aber nix. Haie, die ihr Geld auf fallende Kurse setzen müssen nun mal alle zwei Jahre versuchen, ihre Kohle reinzuholen und versuchen die Wirtschaft mit, sagen wir, großzügig ausgelegten Meldungen nach unten zu ziehen. Am Besten sieht man das bei Tesla. Dort ist der Anteil der Zocker bei >30%. Die hoffen alle auf eine Pleite von Tesla und sorgen dafür das der Kurs teilweise heftig schwankt, in dem immer mal wieder Meldungen rausgehauen werden, das Elon bald zahlungsunfähig wird.
Warum jetzt während Corona? Weil die Staaten, die Menschen, immer überreagieren. Entweder ganz oder gar nicht, Barfuß oder Lackschuh, Lockdown oder voll durch. Voll durch natürlich falsch, Lockdown aber auch. Der führte und wir noch führen im Nachklang zu großen politischen Verwerfungen bei der Bevölkerung und vielleicht zu Millionen Toten durch Hunger, Krankheit (nicht Corona), fehlende Impfungen bei Kinder etc., nicht zu vergessen, die enormen Staatsschulden überall auf der Welt. Ich hoffe, es kommt nach Auslaufen der Coronahilfen nicht auch noch zu einer großen Pleitewelle.
Ich kann also noch nicht den Ausverkauf der deutschen Industrie ans Ausland erkennen solange der Jobmotor bis Ende 2019 noch so rund lief.

Das mit dem Autostrom verstehe ich immer noch nicht. Der niedrige Preis kommt durch die Möglichkeit der Abschaltung zustande und weil es den Strom zu einem "Niedertarif" gibt wie Nachtstrom, Wärmepumpenstrom, Strom für Speicherheizungen etc. Da sind genau die gleichen Steuern und Abgaben drauf wie auf normalem Strom. Da ist keinerlei Förderung zu erkennen. Falls es bei ENBW tatsächlich von ENBW eine hauseigene Förderung gibt, dann mag es sein, ist aber dann nur so zu betrachten und keine Förderung vom Staat für E-Autos. Mein Vertrag läuft von Jahr zu Jahr. Da gibt es keine Deckelung...und natürlich auch keine Förderung.

Aber Deine Hoffnung auf eine fossile Zukunft wird ja weiter von Herrn Altmeier beflügelt.
Nachdem er der Windkraft an Land einen Riegel vorgeschoben und danach die Windkraft Offshore zerstört hat, wendet er sich nun der gerade wieder boomenden Photovoltaik zu.
Es wird ab nächstes Jahr eine neue Novelle des EEG geben und die ist eine schiere Katastrophe für die Erneuerbaren; vor allem PV.
Es wird faktisch damit erreicht, daß die Altanlagen, die 2001 mit 20 Jahre Förderung ans Netz gingen, 2021 abgerissen werden müssen, weil es zu teuer wird, sie auf die neuen Gegebenheiten umzurüsten und sie ohne Umrüstung nicht ans Netz gehen dürfen. Anlagen, die noch 20 Jahre und länger Strom machen könnten. Da ist der Herr Altmeier mal wieder schön vor der Industrie in die Knie gegangen.
Sauber!
Der gleiche Altmeier, der einen Konsens mit anderen Parteien machen möchte, um den Klimawandel aufzuhalten.
Übrigens ist das illegal. Brüssel verlangt eine andere Gesetzgebung und der EUGh hat Deutschland angemahnt zumindest bis 2021 die "Besteuerung" von selbst verbrauchtem Strom abzuschaffen (Anlagen von 10-30 kWp), denn die ist auch illegal.
Interessiert das Wirtschaftsministerium aber nicht...
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589

Sonntag, 4. Oktober 2020, 22:02

Ja dagegen wird er sicher erfolgreich anscheuern hahaha ^^ Buuh schlechter Witz sorry ^^

Aktuell ist die Lage günstig alles versäumte nachzuholen. Naja ich warte auf den Boom der Wallboxen in den Tiefgaragen, dann schau ich auch mal ^^

Die Förderung geschieht im Rahmen der allgemeinen Förderung, zB. https://www.enviam.de/elektromobilitaet/…rung#kapitel-03

Auch öffentliche Ladesäulen stellen keinen 24 Stunden Betrieb sicher, womöglich nur 12 Stunden wie dort angeboten. Hoffentlich setzen die das nicht so um.

Die Endlagersuche ist auch witzig: Obwohl alle unsere Nachbarn ihre Endlagerstätten direkt an die Deutsche Grenze setzen, suchen wir unser Lager irgendwo anders. Wir müssen dort auch unsere Lager hinsetzen, das ist schon eine Frage der Gerechtigkeit!
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Voltago« (5. Oktober 2020, 15:37)


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Haifisch

590

Montag, 5. Oktober 2020, 07:45

Genau diese EEG Reform 2021 warte ich noch ab bevor ich mich für oder gegen eine PV Anlage entscheide. Wenn ich richtig informiert bin gibt es ja momentan gar kein Plan was mit den PV Anlagen geschieht die ihre 20 Jahre Förderung erreichen werden - D.h. es gilt derzeit noch das alte Gesetz wonach diese PV-Anlagen stillgelegt, bzw. vom Netz getrennt werden müssen. Die Frage ist also, gibt es eine EEG Reform 2021? Wenn ja, dürfen die alten Anlagen am Netz bleiben? Gibt es keine Reform, ist die Sachlage eindeutig.

Der Normalbürger versteht natürlich die Welt nicht mehr, wenn es tatsächlich so kommt, dass man seine eigene PV-Anlage still legen muss und das in Zeiten wo alle über CO2 und Nachhaltigkeit reden.
Aus Sicht der Netzbetreiber und Energieversorger kann ich das aber sehr gut nachvollziehen.
Kleiner Exkurs über Unbundling und Energiewirtschaft im Verbundsystem: Der Bürger kauft sein Strom beim Versorger ein. Der Versorger wiederum muss diese Energiemenge bei einem Kraftwerksbetreiber einkaufen und für den Transport muss er einen gewissen Anteil einer Oberleitung beim Netzbetreiber mieten. Das ganze wird viertelstündlich abgeglichen, was nur dann funktioniert wenn der Versorger eine gewisse Anzahl Kunden hat worüber man den Energiebedarf mitteln kann. Die Welt ist aber bis zu diesem Zeitpunkt in Ordnung. Das kann man mit einer Bestellung bei Amazon vergleichen. Als Kunde bezahlt man den Endpreis - Das Geld wird aufgeteilt für die Herstellung, den Transport und etwas bekommt der Verkäufer. Du bestellst ein Smartphone, dann wird ein Smartphone produziert und transportiert.
Diese perfekte Welt hört leider in Verbindung mit der dezentralen Einspeisung auf zu existieren. Beim Transport des Smartphones passiert nämlich, dass irgend jemand ein zweites Smartphone in den DHL Transporter wirft und in diesem Moment wäre Amazon verantwortlich, dass das Smartphone auch jemand kauft. Denn Strom kann man nicht einfach weg werfen - was produziert wird, muss auch verkauft und abgenommen werden.
Wenn man also eine PV Anlage hat, muss der Versorger diese Einspeisung abschätzen und bei seinen anderen Kunden, die keine PV-Anlage haben direkt verkaufen und diese Menge Energie bei seinem Einkauf beim Kraftwerksbetreiber abziehen. Wenn man jetzt bedenkt, dass der Strommarkt zu 100% exakt sein muss, wird dabei ganz schön viel geschätzt und für die Netzbetreiber und Energieversorger ist das die Pest - Wobei man ein bisschen Pest ja vertragen könnte, doch man muss ganz klar sagen: In Deutschland hat man es mit den PV Anlagen in Privatbesitz maßlos übertrieben und so kanns nicht weiter gehen.

Ich bin mir sicher, dass die Förderung für die 20 Jahre alten PV Anlagen endet. Dass die Anlagen ohne technische Änderung weiter betrieben werden dürfen und die PV Betreiber quasi gratis einspeisen halte ich für möglich, aber nicht wahrscheinlich. Die jetzige Lösung ist jedenfalls nicht die schlechteste - Entweder stilllegen oder ein Lastgangzähler montieren und den produzierten Strom selbst verkaufen. Eine Alternative sehe ich nur in Richtung Smart-Grid - Aber Deutschland und Smart-Grid... Sind wir mal ehrlich, es gibt noch Häuser in Deutschland die nicht mal ein DSL Anschluss bekommen.

Also, nicht so über die Politiker schimpfen. Denn was soll das Ziel sein? Dass irgendwann jeder eine PV Anlage auf dem Dach hat und 30%-70% von seinem produzierten Strom einspeist ohne sich darum zu kümmern wohin die Energie wandert? Sicherlich nicht! Das Ziel muss sein: Weg von der dezentralen Einspeisung - Hin zu nachhaltiger und zentral eingespeister Energie.
Gut, dass man jetzt die Windkraft dermaßen einbremst verstehe ich auch nicht ganz. Aber man macht sich jedenfalls viele Feinde wenn man ein Windpark in Deutschland errichten will. Da haste zahlreiche Gegner vor deiner Tür mit unterzeichneten Petitionen, wissenschaftlichen Untersuchungen bezüglich Infraschall und dem Brutverhalten des örtlich ansässigen Dummdödel Geier.
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Voltago

591

Sonntag, 11. Oktober 2020, 14:08

@cachaca

Ich finde es immer so krass wie nah wir eigentlich beieinander sind und, vom Ende aus gedacht, genau das gleiche wollen, aber auf dem Wege dahin so komplett diametral vorgehen (würden).
Du schreibst, der Weg muß hin zur zentral hergestellten/eingespeisten Energie gehen und ich denke, daß genau das Gegenteil der Fall sein muß. Weg von zentralisierter und hin zur dezentralisierten Energieversorgung. Ein klares JA zur PV auf jedem Dach für jeden aber natürlich sehe ich es wie Du, daß eben nicht jeder seinen Strom einspeisen kann, wenn er ihn produziert. Er muß gespeichert werden. Wie lasse ich jetzt mal offen, um nicht wieder über Akkus im Haus zu sprechen aber es gibt ja auch noch so viel mehr als das. An einem sonnigen Tage wie heute lasse ich meine WP durchlaufen. Sie erhitzt meinen Boden und macht mir warmes Wasser, das ich erst heute Abend beim Duschen der Familie benutze, aber jetzt schon gemacht wurde mit Sonnenenergie. Heute Abend geht die WP aus und das Haus ist warm über die Nacht und auch noch für morgen (übermorgen), wenn keine Sonne scheint. Da ist dann gar nicht viel Energie in den Hausakku gewandert, denn mein Fahrzeug wurde auch noch geladen.
Es gibt Wärmespeicherung im Erdreich, es gibt das für Wasser und natürlich die Eisspeicherheizungen. All das kann im Sommer bei Sonne erwärmt und gespeichert werden und dann im Winter entnommen. Jeder kann sowas für sich privat haben oder bei Neubaugebieten in größer für alle. Dort kann man sogar Wasserstoff herstellen und für den Winter speichern...und, und, und. Das funktioniert nur dezentral und in "kleinen" Anlagen. So kann jeder den Strompreis kontrollieren und er wird saugünstig (zumindest nachdem sich die Investitionen amortisiert haben). Wer sagt, daß wir in Zukunft überhaupt noch ein großes Netz für die Städte benötigen? Da können Strommasten abgebaut werden. Nur für die Industrie braucht man es noch. Das ist absolute Zukunftsmusik und natürlich nicht durchsetzbar solange auch nur noch ein Stromkonzern und Fossillobby existiert. gerade EON u.a. sehen in der Dezentralisierung ein Monster.

Du siehst es richtig, es gibt nach der neuen Novelle für die EEG ab 2021 nur den Plan, die alten PV stillzulegen oder nachzurüsten (teuer). Der geneigte Öko ist entsetzt und man versucht, Altmeier umzustimmen.

Der Infraschall, den ein leichter Wind im Wald erzeugt (Blätterrauschen), ist um Potenzen stärker als von einem Windrad...aber was interessiert das einen Aktivisten gegen Windräder?

@Voltago
Ab dem 24. Nov. kannst Du Dir Deine Ladestation über die KfW sponsern lassen. Bekommste 900€. Na? Interesse? :D Ich schon.


Zulassungszahlen September: Gesamtneuzulassungen E-Auto-Anstieg auf 8% Anteil, das ist ein Plus von 260,3%. Verbrennerminus ohne Hybride von 24%. Hybride plus 185%
Insgesamt gab es ein stolzes Plus bei den Gesamtzulassungen zum Vorjahresmonat (also ohne Corona) von 8,4%. Die Krise ist also erst mal vorbei. Wegen was jammern die Autobosse und entlassen Leute?
Fast schon jedes 13. Auto ist also ein reiner Stromer...
Mal gucken wie viele das noch im Dezember werden, wenn VW seine ID3 vielleicht einfach auf Halde zulässt, um die CO2 Grenzen zu erreichen? :P
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592

Sonntag, 11. Oktober 2020, 19:10

Wem nützen denn die ganzen E-Autos wenn sie nicht gefahren werden?

Der Stern schreibt auch grad an 10 Beispielen über die Eignung für verschiedene "Auto-Typen". Jeder hat zwar so seine Problemchen, aber für die die es nur was zum von A nach B kommen ist, die würden gerne umsteigen. Wer schon nen 911er hat, nimmt gerne auch nen Tycan dazu. Da ist schon ein gutes Kundenpotenzial dabei.

E-Autofahrer und ich haben einiges gemeinsam: Sie stellem das Auto in den Mittelpunkt ihres Lebens. Gut ich tue das insovern, als dass ich mehr Geld dafür ausgebe als unbedingt notwendig. Für die "normalen Fahrertypen" übernimmt die Präme diese Hürde. Aber E-Autofahrer planen ihre Fahrten strategisch.

Vor allem: Sie planen ihr gesamtes Leben, ihren gesamten Alltag um das Auto herum. Das ist für mich das Hauptproblem.

Ein Auto muss MEINE Wünsche erfüllen und nicht umgekehrt. E-Autofahrer als Sklanen ihrer Autos :D :D :D
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593

Montag, 12. Oktober 2020, 07:44

Tja die dezentrale Einspeisung ist leider nicht mehr tragbar in dem Maße wie sie heute existiert. Dein Gedankengang ist nachvollziehbar und die Vorteile ist offensichtlich die ein PV Anlagen Besitzer hat - Aber mit der Guerilla-Einspeisung muss langfristig Schluss sein und da plapper ich jetzt nichts nach, was ein Lobbyist mal gesagt hat, sondern das ist mein persönliches Verständnis von der technischen Problematik.
Damit sich meine Meinung ändert, brauchts Energiespeicher...völlig richtig. Strom zu Wasserstoff find ich ne gute Idee - Kurzfristig könnte man einfach jeden PV-Betreiber dazu verpflichten einen Wassertank zu kaufen mit einem "Tauchsieder" drin - So könnte man die Einspeisung drastisch reduzieren und die Leute hätten warmes Wasser ohne Unsummen für eine Wärmepumpe auszugeben. Wenn Tesla sein Vorhaben wahr macht und Akkus nachhaltig und in großer Stückzahl produzieren wird, kann man auch über Lithium Akkus diskutieren - trotzdem müsste man aber wahrscheinlich im Sommer etwas Energie "verbrennen" um die Einspeisung gering zu halten.

Aber worüber reden wir hier eigentlich? Ich hab lediglich gesagt, dass die dezentrale Einspeisung in Deutschland an der technischen Grenze ist und wir eine zentrale Einspeisung brauchen (zumindest so lange es keine Lösung gibt). Ich hab nie gesagt, dass auf den Dächern keine PV Anlage sein darf. Wenn nicht auf den Dächern der Häuser, wo dann? Sicherlich nicht auf einem Feld, wo man eigentlich Kartoffeln anbauen oder Bäume pflanzen könnte - Wenn ich die PV-Wiesen am Rand der Autobahnen sehe, kri'isch rischtisch Plaque.

Nö... Eine PV Anlage gehört eigentlich auf jedes Dach!! Meine Vision: Eine Ortschaft mit 500 Häuser, jeder hat seine eigenen PV-Module auf dem Dach und ein Wechselrichter im Keller. Alle Wechselrichter sind via Internet miteinander verbunden und erfassen an zentraler Stelle die Einspeisung am Mittelspannungstransformator, den sich die PV-Besitzer gemeinschaftlich gekauft haben. Dann ist die Ortschaft ein Kraftwerk und es gelten die gleichen Richtlinien wie für ein Kraftwerksbetreiber - Z.B. ist die Ortschaft für die Blindleistungskompensation verantwortlich. Der überschüssige Strom wird ganz normal am Strommarkt gehandelt und kann von jedem Versorger gekauft werden - Wenn keine Nachfrage besteht, muss man halt auch schauen was man macht - Einspeisen ohne, dass den Strom jemand kauft geht jedenfalls nicht.

Das könnte man jetzt noch weiter denken: Die Ortschaft kauft sich so ein Elektrolyse Dingens um Wasserstoff herzustellen. Somit würde die Ortschaft ihren eigenen Kraftstoff produzieren für eine nachhaltige Mobilität. Liegt die Ortschaft in den Bergen könnte man ein Pumpspeicherkraftwerk bauen. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten... Aber, dass jeder eine PV-Insel-Anlage hat und das Netz belastet ist keine davon.

@Voltago: Ja ich hab auch keine Lust jeden Abend ein Kabel in mein Auto zu stecken - Aber wenn man das machen muss, ist man noch lange nicht vom Auto geknechtet, oder? Lange Reisen stell ich mir nervig vor, aber dann mietet man sich halt ein Auto mit einem richtigen Motor - Mit 130km/h Höchstgeschwindigkeit fährst eh nicht besonders weit.
Aber da wird sich auch noch einiges tun, es ist noch viel zu früh für ein E-Auto - Wenn mal das induktive Laden funktioniert wird ein E-Auto plötzlich mega geil. Dann muss man sich gar nimmer um das tanken kümmern. Dann lachst dir ein Brett, wenn du die Verbrenner-Typen an der Tanke siehst, wie sie 3min neben ihrem Auto stehen und warten bis es voll ist.
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594

Montag, 12. Oktober 2020, 19:46

Jo das Knechten kommt nach der Arbeit, wenn du weist, du hast heute nur noch geringe Möglichkeiten durch die beschränkte Reichweite...
21.02.2015 bis 02.12.2016: Peugeot 208 GTi 30th Edition, No. 277
Seit 06.12.2016 mein Endorphinspender: BMW M140i Xdrive 5-Türer (01.03.19: 43.200 Km)

595

Dienstag, 13. Oktober 2020, 06:57

Hab mich gestern etwas mit einem Kollegen über den allerorts beworbenen Mokka E unterhalten. Auf der Webseite kann man ja seine eigene Reichweite mit dem Auto ermitteln - Man gibt Geschwindigkeit, Fahrweise und Temperatur an und Opel prognostiziert eine realistische Reichweite - super ehrlich, Props an Opel.

Jetzt nehmen wir an heute ist der Tag der Tage - Ich bin gerade voll auf dem Ego Trip und will unbedingt progressiv auf meine CO2 Bilanz einwirken. Kongo, Südamerika, scheiß egal, sollen sie bluten die Schweine. Oder ich rede es mir schön und sage solch Dinge wie: Öl ist genauso schlimm. Wohl wissend, dass die Ölproblematik durch ein paar E-Autos trotzdem bestehen bleibt. Aber egal, heute heißt mein Gegner CO2 und dem geht es an den Kragen - Ich kaufe mir den Mokka E mit einer WLTP Reichweite von über 300km - super, einmal pro Woche laden, bekomm ich hin!!

Erste Woche...Hmm, ist halt viel Autobahn auf meinem Weg zur Arbeit. Reichweite hab ich nur 150km - 3 Tage am Stück is ne knappe Sache, okay ich tanke jeden zweiten Tag - Nervig, aber dem CO2 haben wir es gezeigt. Am kommenden Wochenende fahren wir, wie an vielen anderen auch, zu meinen Schwiegereltern - 190km Entfernung. Okay, mit vollem Akku und 130km/h bleib ich unterwegs liegen. Zur Arbeit sollte ich auch noch kommen bevor wir die Reise antreten, dann sind schon mal knapp 50km Reichweite weg. Okay, wir müssen mit 90km/h fahren, dann wird das aber auch ne Punktlandung und der Akku ist nach einer Fahrt leer - Und ich bin dann auch mit 90km/h zur Arbeit gefahren, ist klar!

Komm, ich mach Home Office an dem Tag - 15 Uhr es geht los. Bei 20°C könnte ich mit ca. 115km/h fahren - Hmm, nicht cool, kaum schneller als ein LKW. Außerdem hat es jetzt 5°C. Reisegeschwindigkeit sollte nun 105km/h sein. Gar nicht cool, teilweise nur 10km/h schneller als ein LKW - Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sein Mercedes Stern in meine Heckklappe drückt liegt nun bei 100%.

Achwas, ich reize das sagenhafte Top-Speed von 130km/h aus und lade unterwegs. Super geil, denn das Ding lädt mit maximal 22kW - Opel gibt an, 60km Reichweite in 60 Minuten. Okay, stelle ich mich eine Stunde neben eine Zapfsäule und zahle noch 0,79€/kWh bei Ionity - Aber was interessiert Geld... Geld ist nicht der Feind, der Feind heißt immer noch CO2. Aber halt, jetzt brauch ich durch den Lade-stop mindestens 2,5h für die 190km. Wenn ich mit 90km/h hinterm LKW herfahre schaffe ich es in etwas mehr als 2h.

Okay, die Zeit spricht für sich, ich fahre hinterm LKW und meditiere unterwegs, damit ich nach 2 Stunden nicht zum Axtmörder werde. Völlig genervt kommen wir mit leerem Akku an... Ich kucke meinen Schwiegervater an und sage ihm: Kannst du heute Nacht deinen Daimler draußen parken? Ich brauch die Steckdose in der Garage. Es regnet, der Daimler glänzt und meine Verwandten schütteln den Kopf - Egal ich brauche das Auto den Tag darauf und für das Klima müssen wir alle Opfer bringen. Ich geb meinem Schwiegervater einen Fuffi - 30 für den Strom und 20 für die Wagenwäsche - Großzügig gerechnet, aber sein Blick sagt mir, es ist notwendig.

Am Sonntag sitze ich schon wieder am Reichweitenrechner, während der Rest der Familie eine Doku über Kinshasa ankuckt - Pah, Kinshasa kann mich mal. Hmm, wenn es 20°C hat, könnte ich es mit 120km/h riskieren. Ach halt, in Summe sind es auch noch 300 Höhenmeter die zu überwinden sind. Mein alter Verbrenner hat auf dem Heimweg auch immer nen Liter mehr genommen. Läuft wohl doch wieder auf <110km/h raus - Wieder so eine beknackte Geschwindigkeit. Ich bleib hinterm LKW und gönn mir 2 Baldrian. Vielleicht hilft es auch, wenn ich mit Rauchen anfange - Man muss flexibel sein...
Peugeot 208 GTi


596

Dienstag, 13. Oktober 2020, 17:27

Daumen hoch für Deine Geschichten. An Phantasie mangelt es Dir nicht. :thumbsup:
Kleiner aber entscheidender Knackpunkt: Die Ladegeschwindigkeit des Opel Mokka E liegt bei 100kW oder anders bei 390km pro Stunde oder noch anders bei ~27min.
Somit kannst Du entspannt 140 fahren und 15 min Zwischenladen und alles ist prima. ^^ Noch 20min auf dem Rückweg und Du mußtest nicht bei Schwiegerfaddern nachladen und kommst auch noch auf die Arbeit oder wo immer Du hinwillst.
Da muß man kein Axtmörder werden :D
Aktuelles Auto seit 07. September 2018: Hyundai Ioniq Elektro Style mit 47.000 km gefahren.
Altes Auto: 208 115PS DIesel (nie wieder ein Verbrenner!)

597

Dienstag, 13. Oktober 2020, 18:56

Sobald man überall mit 100 KW laden kann reden wir noch mal. 27 Minuten warten... am Arsch sag ich da nur :D :D :D :D

Ja dem Haifisch mangelt es auch nicht an Ph... Fantasie in seiner rosaroten Elektrowolke ^^

Ich fahre meinen M140 jetzt einfach nochmal 4 Jahre weiter. Der steht immer noch wie neu da und macht immer noch so unfassbar viel Spaß, auf jeder einzelnen Fahrt. :D :D :D

Und Alternativen gibt es leider auch nicht (mehr und noch nicht) ;(
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598

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 06:46

Ja Fantasie hab ich... Und Zeit... :D
Ja stimmt, auf der Opelseite jedoch wird das Ding mit 22kW Ladeleistung beworben. Aber schauen wir mal - sieht mir nämlich auch nach wilder Fantasie aus beim Haifisch. Der tolle Mokka hat eine Reichweite von 147km bei 130km/h. 140km/h gibt der Rechner leider nicht her. Aber beim Sprung von 120km/h auf 130km/h gehen 20km Reichweite flöten. Jetzt extrapolieren wir und sagen von 130km/h auf 140km/h gehen auch ungefähr 20km weg - bleiben noch 127-130km Reichweite bei 140km/h... Okay

Der Zufall will es, dass genau in 120km Entfernung ein Schnelllader mit 150kW von der EnBw direkt an Der Autobahn ist - sogar mit 2 Zapfsäulen. Das ist jetzt echt kein Witz, also besser könnte es nicht laufen. Aber die Karre ist dann leer. Wie war das? Pro Stunde 390km? Also Randvoll? SOC 100%? ....Machen wir! Die restlichen 70km drückt den Akku auf ca. 40% runter. Nach ein paar Fahrten am Zielort sind auch die weg.
Also hab ich wieder 2,5h für den Weg von 190km gebraucht (1,5h Fahrtzeit mit 140km/h plus 1h Laden) - Das Auto ist wieder leer vor der Heimreise - Schwiegervadder stellt sein Daimler wieder in Regen und die Heimreise wird der Knaller, denn da gibt es nur ein 22kW Lader an der Autobahn und für den muss man sogar 3km von der Bahn runter fahren. Also 140km/h kann ich mir da von der Backe putzen, es sei denn ich stehe 4 Stunden an der Ladesäule.

Also ich sehe nur eine realistische Reisegeschwindigkeit von 90km/h - Dann schafft man die Strecke in ~2 Stunden. Oder hab ich wieder irgend etwas übersehen?

Sind wir mal ehrlich - Ja... der Durchschnitts Fahrer hat nicht immer ein Anhänger dran und fährt 1000km zur Arbeit. Aber c'mon... Diese Karre ist doch ein Witz und ich nehme mal an bei den Peugeot Modellen wird es ähnlich sein. Nein, das ist nicht die automobile Zukunft!

@Voltago: Recht haste! bei den kleinen Mercedes Hybriden ist ein Renault Motor drin. Mein Arbeitskollege hat beim Räderwechsel entdeckt, dass an seinem nagelneuen BMW X1 ein japanisches Aisin Getriebe ist. Am Alten hatte er noch ein Getrag.
Ich hatte jetzt 4 Defekte am GTi dieses Jahr - Wenn der so weiter macht, wird er nächsten Sommer gegen irgendwas mit B58 Maschine ausgetauscht.
Peugeot 208 GTi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cachaca« (14. Oktober 2020, 06:59)


599

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 07:26

Der Haifisch bewegt sich in einer perfekten Blase, da kannste nicht gegen anrgumentieren. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wie ein fetter Lottogewinn. Eine Ausnahme eben.
Die ganzen Testkunden bei den geförderten E-Autos zahlen eh beim Verkauf die Rechnung. Was wiederum Schnapper-Zeit sein könnte.

Aktuell überlege ich manchmal, ob ich nochmal die 300 Km/h wagen oder es doch bei 280 Km/h bewenden lassen sollte... was für Welten... Seufz!

Ja kannst dir überlegen ob du den mit (2019) oder ohne OPF (2016/207) nimmst. Preislich ist da kein Unterschied. Die Preise steigen eher sogar, gerade für die älteren Non-OPFler. Und die Dinger sind ratzfatz weg. Allerdings gibts für die OPF-Modelle jetzt eine neue 200er Downpipe von HDT Motorsport (mit TÜV für Euro 6d-temp). Damit gibts auch gut Leistung für die OPFler. Ein herrlicheres Spielzeug für das Geld findest sonst nirgends auf der Welt! Zumal der B58 auch BMWs Brot und Butter-Motor weltweit ist :D
21.02.2015 bis 02.12.2016: Peugeot 208 GTi 30th Edition, No. 277
Seit 06.12.2016 mein Endorphinspender: BMW M140i Xdrive 5-Türer (01.03.19: 43.200 Km)

600

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 07:51

Der B58 ist ein wahnsinns Motor. Die Leistung geht voll in Ordnung und die Haltbarkeit kannst mit nem 1,9TDi mit 90PS vergleichen ausem alten Golf 3.
Nene, wenn ich mir das Auto gönne, dann bleibt das komplett original - Der wird 10 Jahre gehegt und gepflegt... Ich weiß ja was da die nächsten Jahre so raus kommt auf dem Markt.

Mal sehen, könnte auch ein M240i werden - Gut ausgestattet bekommt man den mit 20% Rabatt für ca. 45.000€ - Oder als Jahreswagen für 39.000€. So ein Auto kann man gut als Jahreswagen kaufen, denk ich.
Peugeot 208 GTi