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721

Samstag, 28. November 2020, 13:14

Du hast ja recht, Voltago, für Deine Sucht nach Endgeschwindigkeit, ist so ein Auto einfach nicht geeignet. Da kann ich Dir nix schönrechnen.
Aber erstens bist Du wirklich ein besonderes Individuum was das anbelangt, denn >90% der Autofahrer sind doch eher mit Tempo 120-160 dabei und zweitens zieht das Argument der dauerhaften Endgeschwindigkeit auch nur in Deutschland. In allen anderen Ländern juckt das genau niemand.

Was die Effizienz eines E-Autos angeht, da verliert jeder Verbrenner aber um Welten.
60 kWh (nicht nur kW) ist ein Witz. Das sind gerade mal 6L Sprit und das bei der Geschwindigkeit. Da kommst Du mit Deinen 16L = 160 kWh?
Was verbraucht Deiner bei Tempo 120? 8? 9?
Aktuelles Auto seit 07. September 2018: Hyundai Ioniq Elektro Style mit 51.000 km gefahren.
Altes Auto: 208 115PS DIesel (nie wieder ein Verbrenner!)

722

Samstag, 28. November 2020, 13:52

Dieser Nextmove Heini ist meiner Meinung aber auch nicht ohne.
Auf der einen Seite sagt er, dass in dieser Arte Reportage so getan wird, als würde man Lithium und Kupfer nur für E-Autos verwenden... Was nicht stimmt, denn in der Reportage wurde klar gesagt, dass in E-Autos 4mal so viel Kupfer drin ist, wie in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren - Ich finde das wurde klar und offen dargestellt.
Auf der anderen Seite will der Futzi, dass in der Reportage was gesagt wird über Fracking... Aha... Weil Rohöl zwangsläufig in Autos gefüllt wird... Schiffe und Flugzeuge benutzen ja Gummibärensaft. Auch an anderen Stellen hat er meiner Meinung nach die Reportage falsch oder nicht gänzlich verstanden.

Aber mal was anderes, jetzt gibt es ja zahlreiche Studien zum CO2 Rucksack von E-Autos. Gibt es auch eine die man zu 100% nachvollziehen kann? Gibt es eine Studie wo ich genau sehen kann welche Faktoren berücksichtigt wurden und welchen Ursprung die Zahlen haben? In so einer Studie muss ich ja den Strombedarf und die CO2 Emission von dieser Kupfermiene in Chile wieder finden... Und auch den Strombedarf einer Batteriefabrik in Relation zur produzierten Akkukapazität... Gibts sowas?
Peugeot 208 GTi


723

Samstag, 28. November 2020, 13:53

Also von 120 Km/h auf 300 Km/h gehts vielleicht noch 30-50% rauf beim Verbrauch (viel Hubraum hat seine Stärke bei hohen Geschwindigkeiten). Von daher juckt das nicht. Aber auch 80-160 Km/h in maximal möglich kurzer Zeit liebe ich, aber da kackt aber auch jedes E-Auto ab.

Außerdem wo bleibt die tolle Energiedichte, wenn ein 75 KW Akku nach 100 Km schon leer ist und ich bei dem Pipi Tempo des E-Autos bei dessen Geschwindigkeit mit 53 Litern im Tank sogar 400 Km weit komme?!?!?!

Der E-Motor taugt nur auf dem Papier etwas.
21.02.2015 bis 02.12.2016: Peugeot 208 GTi 30th Edition, No. 277
Seit 06.12.2016 mein Endorphinspender: BMW M140i Xdrive 5-Türer (01.03.19: 43.200 Km)

724

Samstag, 28. November 2020, 20:40

Dieser Nextmove Heini ist meiner Meinung aber auch nicht ohne.
Auf der einen Seite sagt er, dass in dieser Arte Reportage so getan wird, als würde man Lithium und Kupfer nur für E-Autos verwenden... Was nicht stimmt, denn in der Reportage wurde klar gesagt, dass in E-Autos 4mal so viel Kupfer drin ist, wie in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren - Ich finde das wurde klar und offen dargestellt.
Auf der anderen Seite will der Futzi, dass in der Reportage was gesagt wird über Fracking... Aha... Weil Rohöl zwangsläufig in Autos gefüllt wird... Schiffe und Flugzeuge benutzen ja Gummibärensaft. Auch an anderen Stellen hat er meiner Meinung nach die Reportage falsch oder nicht gänzlich verstanden.

Aber mal was anderes, jetzt gibt es ja zahlreiche Studien zum CO2 Rucksack von E-Autos. Gibt es auch eine die man zu 100% nachvollziehen kann? Gibt es eine Studie wo ich genau sehen kann welche Faktoren berücksichtigt wurden und welchen Ursprung die Zahlen haben? In so einer Studie muss ich ja den Strombedarf und die CO2 Emission von dieser Kupfermiene in Chile wieder finden... Und auch den Strombedarf einer Batteriefabrik in Relation zur produzierten Akkukapazität... Gibts sowas?
Der Nextmove-Heini wird von Dir aber auch falsch verstanden, denn er hat nur gesagt, daß "der Eindruck erweckt wird, Kupfer, Lithium und Kobalt würden fast ausschließlich für E-Autos benötigt, dabei kommen sie in vielen anderen Bereichen zum Einsatz". Damit hat er recht. Ich habe das auch so empfunden und Du ja anscheinend ähnlich, denn die besagten Rohstoffe werden in Autos (damit meine ich alles mit mehr als einem Rad) nur wenig benötigt im Verhältnis zum Rest der Anwendungen. Was meinst Du wofür diese drei Rohstoffe so alles gebraucht werden. Autos sind ein Teil davon aber nicht das Gros.
Autos bestehen auch aus Eisen und Aluminium. Deren Herstellung ist auch nicht ohne, gerade bei Alu. Darüber wird von beiden Seiten nicht geredet, weil sich da die Fahrzeuge nicht unterscheiden. Aber auch da ist es so, daß Eisen und Alu natürlich für 1000 andere Dinge auch verwendet werden.
Der Heini sagt jedenfalls das gleiche was ich hier schon seit 3 Jahren sage: E-Autos benötigen auch Ressourcen, sind aber besser als Verbrennerautos.
UND sie werden von Jahr zu Jahr besser, denn der Strommix wird grüner, die Herstellung der Akkus kommt mit immer weniger "schwierigen" Rohstoffen aus und der Rucksack wird auch kleiner.
Fun Fact am Rande: Der zunehmende Verzicht auf Kobalt und Nickel durch LiFePO4-Zellen führt vielleicht dazu (wie Du ja schon in anderem Zusammenhang befürchtest), daß sich ein Recycling nicht mehr lohnt, denn der Wert der Rohstoffe sinkt dadurch und eine Wiederverwertung ist nicht mehr wirtschaftlich (oder könnte nicht wirtsch. sein). Immerhin können die Zellen noch Jahrzehnte nach ihrer Verwendung im Auto als Batteriespeicher in Großanlagen genutzt werden. (Quelle: Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung ISI)

Ganzheitliche Betrachtungen sind sehr schwierig; insbesondere bei Akkus.
Dadurch, daß die Akkurohstoffe ja von anderer Seite noch viel mehr benötigt werden, kann oftmals keine gescheite Trennung des Energieeinsatzes gemacht werden. Das ist beim Öl viel leichter, da es da ja nur die eine Anwendung gibt: Vernichtung. :-) Ob ich jetzt daraus Kunststoff mache oder im Auto verbrenne, es ist alles das gleiche Öl aus den gleichen Bohrlöchern.
Daher wird dort beim Bergbau für E auch viel geschätzt. Es ist ja schwierig einen CO2 Abdruck für die Erschließung einer Mine zu finden, wenn diese schon 40 Jahre in Betrieb ist und die ersten 35 Jahre gar nicht für E-Autos gearbeitet hat und jetzt auch nur zum kleinen Teil.
Ich kann mich gar nicht so richtig ausdrücken was ich meine. Es ist hochkomplex und deshalb werden da regelmäßig Doktorarbeiten drüber geschrieben und Science-Veröffentlichungen gemacht. Die Ergebnisse variieren dabei leicht, liegen aber immer in der gleichen Größenordnung. Entweder schreiben die alle voneinander ab oder sie rechnen schon ziemlich richtig. Aus diesen Ergebnissen werden dann die pauschalen CO2-Werte für 1kWh SpeicherAkku gerechnet. Dieser Wert wird aber immer kleiner, während der CO2-Ausstoss bei der Gewinnung von Erdöl kontinuierlich steigt, weil es immer schwieriger wird das schwarze Gold zu fördern und daher immer energieintensiver. Unsere Surfactants, die wir an die Ölfirmen liefern haben ja auch einen CO2 Abdruck. Sowas wird nie eingerechnet, es sein denn man berücksichtigt die gesamte "graue Energie". Z.B. die Beheizung der Pipelines in Alaska und Sibirien, damit das Öl fließen kann oder die Entschwefelung und noch tausend Dinge mehr bis hin zur Herstellung von Ad Blue und dem Strom, den die Pumpe an der Tankstelle braucht, um den Stinkesaft in Deinen Tank zu bekommen.
Dagegen sieht der Akku auf einmal sehr grün aus... :D
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725

Samstag, 28. November 2020, 20:49

Also von 120 Km/h auf 300 Km/h gehts vielleicht noch 30-50% rauf beim Verbrauch (viel Hubraum hat seine Stärke bei hohen Geschwindigkeiten). Von daher juckt das nicht. Aber auch 80-160 Km/h in maximal möglich kurzer Zeit liebe ich, aber da kackt aber auch jedes E-Auto ab.

Außerdem wo bleibt die tolle Energiedichte, wenn ein 75 KW Akku nach 100 Km schon leer ist und ich bei dem Pipi Tempo des E-Autos bei dessen Geschwindigkeit mit 53 Litern im Tank sogar 400 Km weit komme?!?!?!

Der E-Motor taugt nur auf dem Papier etwas.
Hähähä, wer's glaubt: Ich prognostiziere, daß Dein Autochen ca 40L verbraucht, wenn nicht sogar mehr, wenn Du 300 fährst. Der Verbrauch steigt exponential zur Geschwindigkeit. Auf die 16L kommste nur, weil Du zwischendurch mal auf 130 runter mußt, weil so ein Haifisch vor Dir rumgurkt. Das senkt Deine Schnittgeschwindigkeit gewaltig und wenn Du 2km mit 300 fährst und dann wieder 2km mit 150 schaffst Du eben die 16L.
Fotografiere mir mal Deinen aktuellen Spritverbrauch bei 300 :D aber bau keinen Unfall ;(

Natürlich hat ein Akku nicht mal im Ansatz so eine Energiedichte wie das gute, alte Super :D
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726

Sonntag, 29. November 2020, 01:28

Ja eben, um diese Passagen kommt man nicht drumherum. Wenn ich bedenke, dass ich auch mit einem 140 PS Dreizylinder 12 Liter verbrauche oder 10Liter mit nen 1.0 Liter 75 PS Schrottauto. Ists ja gar nicht so übel. Auch wenn ich bei dem Tempo mit meinem weniger verbrauche.

Das mit dem Fotografieren ist ein Problem: Da mein Tacho nur bis 260 geht (da dort vormals abgeregelt...), brauch ich immer nen GPS Gerät dafür. Aber dann noch den Momentan Verbrauch... Aber ich weiß dass die Hochdruckpumpe mit 200 Bar einspritzt. Daraus lässt sich das sicherlich berechnen (ich habe zwar die Momentanverbrauchsanzeige auch gepimpt, aber die hört jetzt trotzdem schon bei 30 Liter auf...). Gut möglich, dass da noch ne größere Pumpe reinkommt. Mehr Sprit heißt auch mehr Leistung. Wer hätte gedacht, dass zu geringer Spritverbrauch mal hinderlich ist. EIn Tycan ist da auch nicht günstiger, die 800 PS Schrottkrücke von Tesla S ist leider viel zu langsam und noch teurer im Verbrauch. Jaja scheiss E-Autos, diese Spritschluck äh Stromfresser ^^

Das ist das geile an den aktuellen leistungsstarken Verbrennern: Es ist einfach alles da, sofort verfügbar, günstig und äußerst zuverlässig. Nicht wie bei dem ganzen Elektroschrott, wo man dafür, Testfahrer sein zu drüfen, auch noch Zehntausende von Euros zahlen muss.
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Seit 06.12.2016 mein Endorphinspender: BMW M140i Xdrive 5-Türer (01.03.19: 43.200 Km)

727

Sonntag, 29. November 2020, 10:56

Glaub ich hab den Nextmove Heini schon richtig verstanden. In Summe wünscht er sich eine objektivere Reportage über das Thema und erzählt dann davon, welchen "Eindruck" die Arte Reportage bei ihm geweckt hat... Ja, sehr objektiv ist das. Im Wetterbericht hab ich gelesen, dass es heute Nacht minus sechs Grad geben wird - Bei mir erweckt das den Eindruck, dass es keine Erderwärmung gibt - Ist genau das gleiche - So macht man aus Wahrheit etwas völlig falsches wenn man seinen eigenen "Eindruck" ins Spiel bringt.
Zum Schluss sagt er ja noch dass der Zuschauer "den Eindruck gewinnt, dass das Verbrennen von fossilen Rohstoffen gar nicht so schlimm ist" - Aha... Also im Grunde zerlegt er diese objektive Reportage mit seinen Eindrücken. Kann man machen...

Und diesen CO2 Rucksack würde ich eben noch mal gerne genauer unter der Lupe betrachten. 2017 hat man noch gesagt, dass ein Model 3 ewig (>100.000km) laufen muss, bis der CO2 Rucksack abgebaut ist. 2019 sprach man auf einmal nur noch von 30.000km - Wie kommt das? Ist die Akkuproduktion in den 2 Jahren 5mal ökologischer geworden? Braucht man nur noch ein fünftel Lithium? Wohl kaum. Warum legt man die Basis solcher Berechnungen nicht offen dar - Ich hab mal kurz nach Dissertationen gegoogelt, hab aber auch nix gefunden.
Und okay, du stellst das jetzt etwas überspitzt dar mit... Man müsse den Strom für die Pumpe der Zapfanlage hinein rechnen. Aber JAAAA, GENAU SO IST ES. Man muss auch ein Warmstart hinzurechnen, denn den Verbrenner muss ich abschalten um tanken und wieder anwerfen um nach Hause fahren zu können. Aber wo zum Teufel ist das Problem? Gerade bei einer 500 Seiten langen Dissertation, wo jemand 4-5 Jahre daran gearbeitet hat kann man doch wohl erwarten, dass derjenige sein Job ordentlich gemacht hat. Oder bekommt man heutzutage den Doktortitel mit einem Onepager wo ein Balkendiagramm drauf ist und das Takeaway drunter lautet: "E-Autos rocken das Haus" ???
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728

Sonntag, 29. November 2020, 12:47

Kein Wunder, dass E-Autos/Hybride aktuell zwischen Januar und September fast 10% Marktanteil (China: 3,9%!!!) haben: Für einen e-208 zahlne ich in einem 2-Jahresleasing dank der Prämien 3.000 € bis 5.000 € - INSGESAMT :D :D Da kann man schon mal schwach werden, oder? Mein M140 kostet allerdings auch nicht mehr... aber seit dem 5. Jahr nun.

So etwas hat doch mit Nachhaltigkeit nichts mehr zu tun. Vor allem kann man jetzt 2020, 2022 und 2024 ein vollgefördertes E-Auto fahren/"Kaufen". Wo bleibt da der Umweltaspekt?!?!?! Verbrenner werden doch auch nicht so verscherbelt. Aber ich sag ja, Elektroschrott. :cursing:
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729

Sonntag, 29. November 2020, 14:40

Wirst lachen, ich hab mir gestern noch überlegt einen E-Mokka zu leasen. Gesamtkosten 6.000€ für 3 Jahre und insg. 45.000km.
Glaub das ist billiger wie wenn ich meine alte Möhre weiter fahre. Das ist derart billig, dass man sich noch ein gescheites Auto dazu kaufen könnte, wenn einen die Möhre auf die Nüsse geht.
Peugeot 208 GTi


730

Sonntag, 29. November 2020, 15:11

Geht ja eh alles bis 2025. Also kein Stress... und scheint, du hast nen Plan :D
Wobei man sagen muss, diese Hammer-Leasing-Schnäppchen, wo nach 2 Jahren immer noch soviel Restwert drauf steht, das bietet Tesla nicht...
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731

Sonntag, 29. November 2020, 19:20

Hier mal das Fazit einer Veröffentlichung eines Artikels vom Februar 2019 (mit Zahlen aus 2017 und 18) vom Fraunhofer Institut.:


Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen
Zusammenfassung und Fazit.
Die vorliegende Studie geht der Frage nach, ob ein heute angeschafftes batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) in Deutschland gegenüber konventionellen Pkw
einen Vorteil oder Nachteil bezüglich seiner Klimabilanz hat. Die Analysen werden ganzheitlich durchgeführt, d. h. neben der Nutzungsphase wird auch die
Fahrzeugproduktion eingeschlossen. Es werden drei Fahrzeugklassen mit repräsentativen Annahmen für Deutschland bewertet.
Ein heute in Deutschland gekauftes elektrisches Batteriefahrzeug (BEV) weist
über seine durchschnittliche Nutzungsdauer von 13 Jahren eine deutliche Treibhausgas(THG)-Einsparung auf. Die Spannweite der Einsparung liegt von 28 %
gegenüber einem Oberklassewagen Diesel bis zu 42 % gegenüber einem Kleinwagen Benziner, wenn man den Strommix in Deutschland zugrunde legt. Wesentlich hierfür ist die Annahme, dass die in der Vergangenheit bereits erreichte
deutliche Senkung der Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung auch
künftig weiter fortgesetzt wird, gemäß den politisch gesetzten Zielen der Bundesregierung sowie von verschiedenen wissenschaftlichen Studien prognostiziert.
Der wesentliche Umweltvorteil der BEV gegenüber konventionellen Fahrzeugen
liegt darin begründet, dass jedes Bestandsfahrzeug von der Verbesserung bei
der Stromerzeugung profitiert. Ein konventionelles mit Benzin oder Diesel betriebenes Fahrzeug hat hingegen über seine gesamte Nutzungsdauer die Emissionen wie zu seinem Anschaffungszeitpunkt. Durch die auch in dieser Studie unterstellte höhere Beimischung von Biokraftstoffen über die Zeit verbessert sich
zwar die THG-Bilanz der konventionellen Pkw auch, aber nur geringfügig. Eine
mögliche künftige Verschlechterung der THG-Bilanz von konventionellen Fahrzeugen liegt in der aktuell steigenden Nutzung von unkonventionellen Ölvorkommen (Ölsande, Fracking). Dieser Effekt wurde hier allerdings nicht betrachtet.
Viele der vorliegenden Studien ignorieren den Effekt der sinkenden THGEmissionen der Stromerzeugung über die Nutzungsdauer eines Pkw. Sie treffen
die wenig plausible Annahme, dass künftig keine weitere Senkung der THGEmissionen im Stromsektor erreicht wird. Wenn dies unterstellt wird, dann sind
die Einsparungen durch BEV deutlich geringer.
Es existieren vier große Hebel für eine weitere deutliche Verbesserung der
Klimabilanz von BEV, die heute schon in Teilen umgesetzt werden:
• Durch die Nutzung von eigenen PV-Anlagen, evtl. noch verbunden mit
stationären Speichern. Knapp 50 % der BEV-Nutzer haben heute bereits
eine eigene PV-Anlage und diese besitzen auch überdurchschnittlich häufig
Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen 37
bereits einen stationären Batteriespeicher. Hierdurch werden die THGEmissionen von heutigen BEV-Nutzern in Deutschland gesenkt. Im Vergleich
zum Ansatz des Strommixes und bei Anrechnung von 30 % PV-Strom beim
Laden werden die THG-Emissionen der BEV noch einmal um 8 bis 11 Prozentpunkte gesenkt.
• Durch die Nutzung von Ökostrom, der aus zusätzlichen Erneuerbaren
Quellen stammt. BEV-Nutzer nutzen überdurchschnittlich häufig heute schon
solche Angebote, wobei die Anzahl derartiger Angebote allerdings noch gering
ist und künftig deutlich ausgebaut werden sollte.
Unterstellt man eine 100%ige Versorgung mit regenerativem Strom durch eigene PV-Anlage mit Speicher bzw. die Nutzung eines ambitionierten
Ökostromangebots, dann liegen die THG-Emissionen eines BEV gegenüber
einem konventionellen Pkw um 65 bis 75 % niedriger.
• Durch die Verringerung der Vorkettenemissionen bei der eigentlichen
Batterieherstellung durch die Nutzung von regenerativen Energien, so wie
es von wenigen großen Batterieherstelllern heute schon angestrebt wird. Die
Vorkettenemissionen der Fahrzeugproduktion, die bei BEV durch die Batterieherstellung deutlich über den von konventionellen Fahrzeugen liegen, können
so um 30 bis 50 % gesenkt werden.
• Durch intelligentes Lademanagement, bei dem die Beladung von BEV in
Zeiten mit günstigen Strompreisen verschoben wird, die i.d.R. mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren Energien korrelieren. Die Simulationsrechnungen
haben gezeigt, dass hierdurch die THG der BEV noch einmal um 4 bis 6%-
Punkte gesenkt werden können, wenn der Strommix unterstellt wird. Derartige
Angebote existieren heute, sind aber noch nicht sehr verbreitet. BEV-Nutzer
äußerten in einer Befragung eine recht hohe Bereitschaft zur Teilnahme an
solchen Angeboten.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Klimabilanz eines BEV von einer Reihe an
Einflussfaktoren abhängt. Die wichtigsten sind die Emissionen der Stromerzeugung, die Emissionen bei der Fahrzeugproduktion, die wesentlich durch die Batteriegröße und dem Energieeinsatz bei der Produktion bestimmt werden, die gesamte Laufleistung des Fahrzeuges, die Lebensdauer der Batterie sowie der
Energieverbrauch des Fahrzeuges, der u. a. vom Fahrzeuggewicht, der individuellen Fahrweise und den klimatischen Bedingungen bestimmt wird. Das heißt,
die individuelle Treibhausgasbilanz eines BEV kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein heute angeschafftes Elektroauto in Deutschland einen relevanten Beitrag zur Senkung der Treibhausgase
über seine Nutzungszeit liefert. Nutzer sowie Industrie haben zudem eine Reihe
38 Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen
an schnell zu realisierenden Optionen, die Treibhausgasbilanz eines Elektrofahrzeuges noch deutlich zu steigern.
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732

Sonntag, 29. November 2020, 19:33

2017 hat man noch gesagt, dass ein Model 3 ewig (>100.000km) laufen muss, bis der CO2 Rucksack abgebaut ist. 2019 sprach man auf einmal nur noch von 30.000km - Wie kommt das? Ist die Akkuproduktion in den 2 Jahren 5mal ökologischer geworden?
Du wirst auch heute noch Artikel finden (vornehmlich in der Bildzeitung), die erzählen, daß ein BEV sogar mehr als 200.000km braucht oder es nie erreicht oder sogar schlimmer ist; siehe Arte-Beitrag. Oder hier in der Automobilwoche :D :D :D https://www.automobilwoche.de/article/20…ls-klimasuender
Genauso findest Du die 30.000km; ich habe sogar schon 21.000 gesehen; wer bietet weniger? Hier eine Studie im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ele…re%20Verbrenner.

Bei meiner Akkugröße und einer konsequenten Beladung mit Ökostrom, ist mein Rucksack vom Ioniq nach ~ 23.000 km abbezahlt. Von da an wäre ich komplett bei Null während der Verbrenner immer weiter Emissionen macht. Die Batterie meines Ioniq ist dabei richtig schmutzig hergestellt worden und enthält viel Kobalt. Bei dieser Rechnung wäre es auch egal, wenn der Rucksack erst nach 40.000km weg wäre, denn dann hätte ich immerhin schon 11.000km ohne Emission zurückgelegt.
Ein Tesla-Akku wird deutlich CO2-neutraler hergestellt. Ich habe keine Ahnung wie lange ich tatsächlich damit fahren muß, schätze aber einen realistischen Wert auf 60-80.000 km. Stand heute. Der Tesla, der nächstes Jahr gebaut wird, wird schon früher neutral und der LiFePO4 noch früher und in einigen Jahren ist man vielleicht auch bei einem 100kWh Akku bei 20.000km. Das sind jetzt aber alles Hoffnungen von mir. Es ist extrapoliert. 2012 war ein Akku noch schmutziger und wurde vielleicht sogar nie Klimaneutral.
Es hat sich viel getan. UND es wird sich noch mehr tun. Die Akkuentwicklung hat erst begonnen. Um von der Autometapher zu sprechen: Gerade sieht das Ding nicht mehr wie eine Kutsche aus.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Haifisch« (29. November 2020, 19:39)


733

Sonntag, 29. November 2020, 23:01

Naja, solange der Trend nicht dahin geht, dass es weniger anstatt mehr werden, ist eh alles fürn Arsch. Und vor allem, dass man sein Auto auch mal länger als nur 2-3 Jahr Jahre frährt ;)

Mal schauen, ob der Diess jetzt seinen Job verliert, weil er die Elektrizizierung zu rasch voran treibt...
https://www.handelsblatt.com/unternehmen…h/26669492.html
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734

Montag, 30. November 2020, 06:50

Hier eine Studie im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion:

Uff, dass ist genau das was zu 100% eine fake Analyse ist. Wer forciert gerade massiv E-Autos im PKW Bereich? Die Bundestagsfraktion! Was würde ein gescheiter Politiker tun um seine Argumentation und seinen Fahrplan zu untermauern? Eine Studie in die Welt setzen! Was mich etwas wundert ist, dass unsere Regierung nicht mal in Deutschland eine Uni gefunden hat, die bereit ist eine Studie schön zu rechnen... Mussten sie tatsächlich nach EIndhoven gehen?
Was mich aber mehr wundert ist, dass du den Blödsinn glaubst - Und das noch ohne eine Berechnungsgrundlage dafür zu sehen. Oder? Neeee, das glaubst du auch nicht.
Bei meiner Akkugröße und einer konsequenten Beladung mit Ökostrom, ist mein Rucksack vom Ioniq nach ~ 23.000 km abbezahlt.
Und da sind wir beim Punkt wo ich sage... Woher willst das wissen? Da hast dir irgendeine Studie raus gepickt, die dir gut gefallen hat und etwas gerechnet. Sorry, ich betrachte das Thema objektiv. Ich fände es gut, wenn das stimmen würde... Aber ich weiß auch wie leicht es ist Analysen zu verbiegen. Und wenn diese supadupa Studie zu 100% richtig wäre, könnte man doch easy alles offen legen - Wissenschaftler weltweit würden es nachrechnen und die positive Klimabilanz bestätigen - Verbrenner wären sofort tot.
Peugeot 208 GTi


735

Montag, 30. November 2020, 09:10

Ja genau das ist wie in der Fitness-Szene, wo sie sich mit ihren "Studien" gegenseitig beweihräuchern und am Ende ist überall das gleiche drin, nur anders Etikettiert. Und um es schlimmer zu machen: Nimmt man das Zeugs nicht, gehts einem sogar besser ^^.
Ein gutes Produkt setzt sich von ganz allein durch. Ein revolutionäres Produkt muss nicht erst groß Erklärt werden.
Die Hersteller sollen halt was taugliches "im E-Bereich" bauen. Das passiert ja auch hoffentlich mal, aber sicher nicht vor 2030. Denn auch alles, was im "Kleinwagenbereich" (auch bei Tesla) geplant ist, ist Rotz, den man sich auch sparen sollte. Das sollten die ja wissen. Aber jeder will dem Staat Fördermilliarden abzocken. Was für eine riesige Geldvernichtsmaschine.

China war schlau: Sie haben massiv Prämien für Verbrenner ausgerufen und deshalb wieder eine brummende Wirtschaft.
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736

Montag, 30. November 2020, 23:30

Hier eine Studie im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion:

Uff, dass ist genau das was zu 100% eine fake Analyse ist. Wer forciert gerade massiv E-Autos im PKW Bereich? Die Bundestagsfraktion! Was würde ein gescheiter Politiker tun um seine Argumentation und seinen Fahrplan zu untermauern? Eine Studie in die Welt setzen! Was mich etwas wundert ist, dass unsere Regierung nicht mal in Deutschland eine Uni gefunden hat, die bereit ist eine Studie schön zu rechnen... Mussten sie tatsächlich nach EIndhoven gehen?
Was mich aber mehr wundert ist, dass du den Blödsinn glaubst - Und das noch ohne eine Berechnungsgrundlage dafür zu sehen. Oder? Neeee, das glaubst du auch nicht.
Bei meiner Akkugröße und einer konsequenten Beladung mit Ökostrom, ist mein Rucksack vom Ioniq nach ~ 23.000 km abbezahlt.
Und da sind wir beim Punkt wo ich sage... Woher willst das wissen? Da hast dir irgendeine Studie raus gepickt, die dir gut gefallen hat und etwas gerechnet. Sorry, ich betrachte das Thema objektiv. Ich fände es gut, wenn das stimmen würde... Aber ich weiß auch wie leicht es ist Analysen zu verbiegen. Und wenn diese supadupa Studie zu 100% richtig wäre, könnte man doch easy alles offen legen - Wissenschaftler weltweit würden es nachrechnen und die positive Klimabilanz bestätigen - Verbrenner wären sofort tot.
Also, ich weiß nicht was ich falsch mache, daß ich permanent falsch verstanden werde; aber okay, das nächste Mal schreibe ich groß in Rot daneben, daß das ironisch gemeint ist. Was glaubst Du, warum ich extra dazu geschrieben habe, wer die Studie(n) in Auftrag gegeben hat. Ich wollte damit zeigen, daß man sowohl zur der Seite "wird nie grün" als auch zur Seite "wird superschnell grün" Studien findet. Die eine Seite, weil sie es unbedingt verhindern will, die andere, weil sie es unbedingt durchziehen will. Ich verwette meine 5 nächsten Weihnachtsgelder, daß die Wahrheit in der Mitte liegt nach allem was ich bisher gelesen habe. Wie gesagt ich beschäftige mich seit Mitte der 90er mit alternativen Energien und seit spätestens 2012 mit Elektroautos/Akkus.
...und in der Mitte heißt: Es wird grün und es wird in Zukunft immer schneller und leichter grün.
Ich akzeptiere, wenn mir hier nicht geglaubt wird (denn wir sind ja nicht in der Kirche) aber so ganz könnt ihr meine Argumentationen diesbezüglich nicht verwerfen, oder?
Wenn doch, dann sei es drum.

Wie soll denn eine mobile Zukunft eurer Meinung nach aussehen? Auf Autos will (und kann) der Mensch (noch) nicht verzichten. Soll es wirklich weiter mit Öl gehen?
Vielleicht denken wir in 10 Jahren nochmal an einander, wenn entweder das Pendel zur einen oder zur anderen Seite ausgeschlagen hat und es klarer wird wie ökologisch was genau ist.

Für mich war es das bald hier im Forum. Ich werde demnächst meinen Ausstieg bekannt geben und nicht mehr als Moderator "arbeiten" wollen. Vom eigentlichen Chef hier habe ich auch schon lange nix mehr gehört. Ich bekomme wohl am 15. Dez. um 10 Uhr mein 2. Auto nach dem 208 und damit ist meine Lebensdauer hier im Forum schon lange abgelaufen.
Meine Frau hat zwar genau heute ihren e-208 bekommen aber dazu wird es hier im Forum sowieso nix neues geben, denn hier ist kein Forum für die Spinner vom E-Autoversum.
Ich bin echt schon immer aber seit 3 Jahren noch mehr von dieser Technologie eines Explosionsmotors abgerückt und daher hier auch kein guter Ratgeber mehr (sofern ich es denn je war). Außer ätzenden Kommentaren, die keiner hier hören will, zu Tunings und lauten Auspuffen, kann ich nix mehr beisteuern. Bei solch infantilen Gesprächen komme ich mir manchmal vor wie ein Mensch unter Neandertalern :whistling: Die Kluft ist zu groß geworden. Wer am Ende recht hat oder ob es noch ganz anders kommt...wir werden sehen. Ihr könnt euch aber sicher sein, daß ich, falls ich daneben liege, wirklich an euch denken werde, denn meist haben mir die Diskussionen hier gefallen und ich habe vor allem in der letzten Zeit noch einiges neues gelernt und andere Einblicke erhalten. Danke Cachaca. ;) Danke auch Voltago. Wir haben uns ein ganzes Buch geschrieben. :thumbup:
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Altes Auto: 208 115PS DIesel (nie wieder ein Verbrenner!)

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Dienstag, 1. Dezember 2020, 08:18

Tjoa, also ich zweifle an, dass die heutigen E-Autos einen merklichen Beitrag zur Reduzierung des CO2 bringen. Dazu sehe ich die zusätzliche Zerstörung der Umwelt und die soziale Situation in den Rohstoffländer als Problem an.
Wie soll die mobile Zukunft aussehen? Genau das ist die Frage die sich unsere Politiker mal stellen sollen. Das tun sie aber nicht - Was wir jetzt und heute tun ist auf Sicht fliegen. Der Tenor lautet: Fossile Brennstoffe sind schlecht. Das ist zwar richtig, aber vollen Kurs auf irgend eine neue Technologie zu setzen ist so lange falsch, so lange man sich nicht alle Randbedingungen angesehen, die Langzeitfolgen ab gewägt und das Mittelfristige Ziel nicht im Blick hat. Tjo, und ich hab das Gefühl, dass es gar kein Ziel gibt... Man macht einfach mal...

Wie stelle ich mir die mobile Zukunft in 10 Jahren unter dem Gesichtspunkt einer möglichst grünen Mobilität vor...
Wir sind uns ziemlich sicher, dass es autonomes Fahren Level 5 in 10 Jahren geben wird. Diese Technologie würde ich massiv Fördern. In 10 Jahren gäbe es unter "meiner Regierung" keine PKWs mehr in Privatbesitz. Die komplette Autoindustrie wie sie heute existiert würde ich zerstören. Es gäbe in Deutschland einen einzigen Automobilhersteller, der verstaatlicht ist. Das ist notwendig, da es auch keine Konkurrenz mehr geben würde. PKW Modelle gäbe es maximal 5 - Smart Klasse, Golf Klasse, VW Transporter Klasse,...
Alle Modelle würden unter maximal ökologischen Bedingungen produziert und mit der Anforderung von 20 Jahren Lebensdauer und 1.000.000km Laufleistung entwickelt werden. Das ist im CV (commercial vehicle) Bereich übrigens heute schon eine relativ normale Anforderung. Hinsichtlich Leistung und Verbrauch sind alle Fahrzeuge ökologisch optimiert - Mag sein, dass die Smart Klasse nur noch 20-30kW hat. Die Antriebstechnik würde ich die nächsten 10 Jahre offen lassen - Man muss zwischenzeitlich Wege finden E-Fuel, Akkus und Brennstoffzelle weiter zu entwickeln - Und mit weiter entwickeln meine ich nicht im wirtschaftlichen Sinne. Wobei ich das E-Auto klar bevorzugen würde. An windstillen und nebligen Tage könnte man die Autos einfach nur fahren lassen - An sonnigen oder windigen Tagen könnte man alle Fahrzeuge in Deutschland tanken lassen - Das sind viele Autos, kein Windrad würde mehr still stehen.

Für den User ändert sich folgendes: Unternehmen können weiterhin Autos kaufen, die sind oft auf Flexibilität angewiesen. Der Arbeitnehmer schließt ein Abo ab um zur Arbeit zu kommen - Morgens steht ein Auto da und nimmt einen mit. Der Weg zur Arbeit kann man heute von der Steuer absetzen - Mit meinem Modell könnte man gleich den Fahrpreis reduzieren. Für private Fahrten ruft man ein Fahrzeug per App oder Telefon.

Wir hätten keine Parkplatz Probleme mehr - Die Zahl der produzierten Autos wäre um das 8-Fache geringer - Ist grob geschätzt. Ich schätze mal, dass die Hälfte der Autos überhaupt notwendig wären und die PKWs haben eine 4-fache Lebensdauer.

Und das ist alles nur ein kleiner Teil vom Ganzen Plan. In den Güterverkehr würde ich auch einmal hart mit der Machete durch. LKWs bekämen von mir Oberleitungen auf allen Autobahnen - Die Bahn wird wieder verstaatlicht, auch da brauchen wir Oberleitungen auf allen Schienen. Diesel Loks werden entsorgt - Das geht natürlich nicht, wenn die Bahn Gewinn machen muss. Bei Schiffen kenne ich mich nicht aus, meine aber mal gehört zu haben, dass es auch da Alternativen gibt - Bestimmt auch mal irgendwann bei Flugzeugen. Solange die Ware oder die Person nicht ökologisch transportiert wird, würde ich unglaublich hohe Steuern verlangen. Vorbei mit Tofu und Rindfleisch aus Südamerika - Pfeif auf Chia Samen, sollen die Leute Leinsamen futtern - Vorbei mit Billigflügen zum Ballermann - Vorbei mit Urlaub auf Bali...


Das alles könnte man in 10 bis 20 Jahren umsetzen und würde den CO2 Ausstoß massiv verringern. Macht man natürlich nicht, weil das auch ein massiver Einschnitt in der Wirtschaft bedeutet. Aber so lange die Wirtschaft wichtiger als unser Planet ist, denk ich mir auch... So schlimm kanns ja noch nicht sein. Wäre es 5 vor 12 würde man doch die Reißleine ziehen... oder?

@Haifisch: mir hats auch immer Spaß gemacht - Meiner Meinung nach ist das Forum schon länger nicht mehr am Leben. Aber das ganze Tuning Zeug war glaub ich früher noch viel schlimmer. Ich hab mich gekugelt vor Lachen, wenn Leute nochmal 20PS raus geholt haben und mit der 208er Hasenkiste auf den Ring gefahren sind. Heute ist das Forum einfach nur leer und das Hauptthema ist: "Hey, ich hab ein 208 bestellt" - "Glückwunsch, meiner hat schon 20tkm drauf" - "Biste zufrieden" - "Jo" - "high five"...
Naja, ewig werd ich meine Büchse hoffentlich nicht mehr fahren...
Peugeot 208 GTi


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Haifisch

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738

Dienstag, 1. Dezember 2020, 16:16

Haifischs Motto ist doch "Einer muss ja voran gehen, warum also nicht ich". Er hat sich einen perfekten kleinen Pool geschaffen, in dem er wunderbar schwimmen kann, nicht wahr ;)

Die Wahrheit ist jedoch, warum auch mir der Umstieg so schwerfällt. Nur ein E-Auto fahren reicht ja nicht. Dazu gehört ja auch ein weitreichender Konsumverzicht, außerdem Veganer zu werden und vor allem den Corona-Lifestyle weiterzu pflegen. Wenn die Menschen nur noch in einem 500 Meter Aktionsradus leben, erübrigt sich die Nachfrage nach Mobilitätslösungen. Aber nur so retten wir das Klima.

Wir haben es doch bei Corona gelernt: Einmal die Woche weniger einkaufen gehen reicht nicht, um die Welle zu brechen. Und Welle brechen meint einen Zeitraum von mehreren Hundert Jahren... Darum ist das alle für den Arsch: Entweder verzichten alle auf Alles - und zwar ausnahmslos. Oder alles ist nutzlos. Das sollte man aber auch klar ansprechen.

Da ging mal eine Studie zur Mobilität der Zukunft rum (glaube von VW): 20 Millionen Vollautonome Autos weltweit reichen aus, um 8 Milliarden Menschen rund um die Uhr 24 Stunden Tag zu 100% flexibel mobil zu halten. Autonome Städte inkl. autonomer Infrastruktur gehört dazu.

Natürlich heißt das auch: erst einmal müssen 1,4 Milliarden Altfahrzeuge entsorgt werden. Wie geht das? In welchem Zeitraum?
Die 20 Millionen Autos produzieren VW und Toyota in einem Jahr. Danach gehen alle Mitarbeiter für 50 Jahre in Ruhestand. Das Geld dafür muss die Jahresproduktion erbringen.

Allerdings: Nach der Lebensmittel/Chemieindustrie ist die Autoindustrie die zweitwichtigste und -größte Industrie der Welt. Etwa eine Milliarde Beschäftigte benötigen dann neue Jobs. Die gesamte Weltwirtschaft verliert dann einen enormen Anteil an Umsatz und Gewinnen. Das Thema ist soooo gewaltig und Deutschland soooo klein.

Ja wir leben in einer CO2-Pandemie, aber Deutschland und Europa können die Welle nicht brechen, auch wenn wir unser Leben einstellen würden.

Wir alle wissen, was wir zu tun haben, doch niemand ist bereit, sein Leben zu opfern, alle Kämpfen um ihre Existenz und wollen sogar ein Leben nach ihren wünschen leben, mit Tesla in der Garage und Solarzellen auf dem Einfamilienhaus. Ohne dabei darauf zu achten, was für die anderen bleibt.
21.02.2015 bis 02.12.2016: Peugeot 208 GTi 30th Edition, No. 277
Seit 06.12.2016 mein Endorphinspender: BMW M140i Xdrive 5-Türer (01.03.19: 43.200 Km)

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